Web3 als die neue, dezentrale Zukunft des Internets?
Datum: 28. Dezember 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Trends

In den letzten Jahren sind so manche Nachteile des bestehenden Internets offensichtlich geworden. Immer stärker haben sich Einfluss und Macht von großen Plattformen wie sozialen Netzwerken und Online-Unternehmen entfaltet. Deshalb wird seit einiger Zeit über Möglichkeiten diskutiert, das Internet wieder dezentral zu gestalten. Genau genommen ist auch das heutige Internet schon dezentral organisiert. Allerdings haben gerade die großen führenden Tech-Konzerne, vor allem Facebook, Google und Amazon, durch ihre gigantischen IT-Infrastrukturen einen nicht unerheblichen Teil des Netzes unter ihre Kontrolle gebracht. Fallen diese großen Unternehmen aus, wie vor wenigen Wochen Facebook1 (jetzt Meta), steht bei einer großen Zahl von Usern weltweit wortwörtlich alles still. Denn ein großer Teil des heutigen Internet-Traffics läuft über deren Cloud-Dienste und Web-Server. Haben diese Dienste technische Probleme, funktionieren Online-Shopping, Webseiten, soziale Medien, Bezahlsysteme, E-Mail-Versand oder Internet-Suchdienste nicht. Diese Abhängigkeit hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und daher bei Vielen den Eindruck eines kaputten Internets – Stichworte: zunehmender Informationsmüll und Hassreden – entstehen lassen. Nach den Anfängen des Internets in den 1990er Jahren mit dem wichtigsten Dienst, dem World Wide Web (Web 1.0), und dem Web 2.0 (soziale Netzwerke) soll die kommende Version des Internets also wieder völlig dezentral organisiert sein. Geht demnächst also wirklich mit dem Web3 die Zeit der großen Plattformen zu Ende?

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