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E-Book

Editorial 01-2013

Machen uns E-Books dumm?Mit dieser provokanten Frage, liebe Leserinnen und Leser, beginnt unsere erste Ausgabe der Library Essentials im Jahr 2013.Nancy McCormack ist in ihrem Beitrag „Are E-Books Making us Stupid? Why Electronic Collections Mean Trouble for Libraries and Their Patrons“  dieser  Frage nachgegangen.Vor genau fünf Jahren stellte Nikolas Carr eine ganz ähnlich provokante Frage, nämlich “Macht Google uns dumm?“.  Es ist längst Mode geworden vor diesem und jenem zu warnen und vorab...

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Elektronische Lesegeräte werden zum Auslaufmodell

Kaum zu glauben, aber neueste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Ende der E-Bookreader kurz bevor steht. Das Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli hat in einer aktuellen Studie stark sinkende Verkaufszahlen für elektronische Lesegeräte vorhergesagt. Erst letztes Jahr ist mit 23,2 Mio. abgesetzten Lesegeräten ein neuer Verkaufsrekord gefeiert worden. Für 2012 erwartet IHS iSuppli allerdings einen Rückgang um erstaunliche 36% auf nur mehr 15,9 Mio. verkaufte Geräte. Der Hauptgrund für...

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Die neuen Rahmenbedingungen für Bibliotheken

Auf einer Veranstaltung des SWON Libraries Consortium hat der Direktor der Internetforschungsorganisation "Pew Research Center’s Internet & American Life Project" die Ergebnisse verschiedener von Pew Internet durchgeführten Studien vorgestellt, die sich mit den Einflussfaktoren auf die Zukunft der Bibliotheken beschäftigen. Diese Präsentation liefert eine sehr gute Übersicht und Zusammenstellung über die sich für Informationsspezialisten wandelnden Rahmenbedingungen. Nicht nur haben wir es...

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Vorlesestudie 2012: Digital ergänzt Print, ersetzt es aber (noch) nicht

In vielen Bildungsdebatten wird oft darauf hingewiesen, dass es für Kinder und Jugendliche wesentlich ist, viel und gut lesen zu können, um eine gute Grundlage für einen höheren Schulabschluss zu besitzen. So richtig und wichtig wie dieses Argument ist, wird aber nur selten auf das sich gerade in den letzten Jahren deutliche veränderte Leseverhalten besonders einer jungen Generation eingegangen. Hier tut sich aufgrund neuer Möglichkeiten, wie digitaler Medien und mobiler Endgeräte, sehr viel...

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Aktuelle Rahmenbedingungen beim Erwerb von E-Books durch Bibliotheken

Die American Library Association (ALA) hat in einer Arbeit untersucht, welchen Einfluss die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen auf Bibliotheken haben, vor allem im Hinblick auf den Erwerb von E-Books. Dazu wird versucht, auch einige Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung zu ziehen. Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen ist die zunehmende Beliebtheit von E-Books und damit die Notwendigkeit für Bibliotheken, E-Books für ihre Benutzer anzubieten. Hieraus ergeben sich über kurz oder lang Veränderungen in den Beziehungen zwischen Bibliotheken, Verlagen und Verteilern auf der einen Seite, sowie auch im Verhältnis zwischen Bibliotheken und ihren Benutzern. Oder anders ausgedrückt, wie könnte ein geeignetes Lizenzmodell für Bibliotheken beim Erwerb von E-Books aussehen? Und welche Faktoren sprechen überhaupt für E-Books in Bibliotheken?

Dazu ist es wichtig, zuerst die für Bibliotheken relevanten Unterschiede zwischen gedruckten Büchern und E-Books zu verdeutlichen:

Falls eine Bibliothek nicht mehr als ein Exemplar eines gedruckten Buches gekauft hat, kann ein gedrucktes Buch nicht an mehrere Benutzer gleichzeitig ausgeliehen werden.
Print-Bücher haben den Nachteil, dass sie nach mehrmaligen Ausleihen bzw. Benutzungen gewisse „Verschleißerscheinungen“ oder „Nutzungsspuren“ zeigen. Zudem können sie verloren gehen oder auch gestohlen werden. Für Bibliotheken bedeutet dies, Ersatzexemplare zu beschaffen bzw. bestimmte Titel reparieren zu lassen, wenn sie diese beschädigten oder verlorenen Bücher weiter zur Ausleihe anbieten wollen.
Um ein Print-Buch bei einer Bibliothek auszuleihen, müssen die Benutzer persönlich in die Bibliothek kommen.
Bei einer Warteliste müssen die Benutzer erst abwarten, bis sie an die oberste Stelle der Ausleihliste rücken. Weiterhin haben sie dabei nur ein relativ kurzes Zeitfenster, um in die Bibliothek zu kommen und das zur Ausleihe bereitgelegte Buch auch abzuholen.
Und schließlich müssen die Benutzer ihr ausgeliehenes (Print-)Buch wieder persönlich und rechtzeitig zurückbringen, um Mahngebühren zu vermeiden.
Auf den ersten Blick scheint ein E-Book …

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Der ROI von wissenschaftlichen E-Books

Die Renditeberechnung (engl. Return on Investment - ROI) für Informationsquellen scheint auf dem ersten Blick eine einfache Angelegenheit zu sein, bei der man im Prinzip von den Erträgen nur die Kosten abziehen muss. Das dies nicht ganz so eine triviale Rechnung ist, liegt in der Natur von Informationsquellen, die Mehrwerte enthalten, die nicht einfach zu bestimmen sind. In einem Whitepaper des akademischen Springer-Verlags wird versucht die Rendite durch die von wissenschaftlichen...

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Studie zur E-Book-Ausleihe in Bibliotheken

E-Books sind in aller (Medien-)Munde und viele Informationseinrichtungen haben die Relevanz dieses Themas schon seit geraumer Zeit erkannt. Eine neue Untersuchung des US-amerikanischen Internetforschungsunternehmens Pew Internet weist jedoch nach, dass die Möglichkeit zur Ausleihe dieser elektronischen Bücher in Bibliotheken einer großen Mehrheit von Benutzern gar nicht bekannt ist. Dies obwohl drei Viertel aller Bibliotheken in den USA die Möglichkeit zur E-Book-Ausleihe anbieten. Hier...

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Schleppendes E-Book-Geschäft in Deutschland

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat neueste Zahlen zur Entwicklung des deutschen Buchmarkts publiziert. Während sich in den Vereinigten Staaten der Absatz von elektronischen Büchern immer mehr beschleunigt, sieht der Börsenverein in Deutschland derzeit keine entsprechende Entwicklung. So soll sich der Anteil der E-Books am gesamten deutschen Buchmarkt bis 2015 lediglich auf 3,5% steigern. Zum Vergleich: in den USA lag dieser Anteil 2011 bereits bei 6,2% und in Großbritannien bei 6%...

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Szenarien zur Zukunft des Buches

Die Association of College & Research Libraries (ACRL) hat ein neues Arbeitspapier zu möglichen Zukunftsszenarien des Buches veröffentlicht. Ausgangspunkt der nachfolgenden Überlegungen bildet natürlich die immer stärkere Verbreitung von E-Books, die drohen, das klassische Print-Buch komplett zu verdrängen. Zumindest scheint dies die Meinung unter nicht wenigen Wissenschaftlern, Journalisten und auch Bibliothekaren zu sein, wenn man sich die Fachliteratur zu diesem Thema der letzten Jahre...

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E-Book Nutzung in Unternehmen

Bücher spielen, trotz gelegentlicher medialer Unkenrufe, auch heute noch im Leben der meisten Menschen eine wichtige Rolle. Fraglich ist nur, in welcher Form Bücher in der Zukunft mehrheitlich konsumiert werden. Viele prophezeien bereits das baldige Ende des gedruckten Buches und sehen es durch sein digitales Pendant, das E-Book, abgelöst. Nicht verwunderlich ist das Thema E-Books für Informationsspezialisten in wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken eines der dringendsten. Aber wie sieht es mit der Nutzung von elektronischen Büchern in profitorientierten Unternehmen aus? Im folgenden Beitrag wird aufgezeigt, dass für den Erfolg in einem unternehmerischen Umfeld (und wahrscheinlich nicht nur dort) in erster Linie die Wahl des richtigen Lizenzmodells entscheidend ist.

Können elektronische Bücher in einem unternehmerischen Umfeld ein Ersatz oder zumindest eine zuverlässige Alternative für ein physisches Buch sein? Während diese Frage für den breiten Massenmarkt, sowie auch für den dazugehörigen Markt für elektronische Lesegeräte, schon mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden kann, ist dies für Unternehmen nicht ganz so eindeutig zu bejahen. In einem geschäftlichen Umfeld wird die Nachfrage nach E-Books nicht durch die individuellen Wünsche von einzelnen Konsumenten angetrieben, sondern vielmehr durch die in einer Organisation benötigte Fachliteratur sowie die dort vertretenen Fachbereiche. So gibt es in den meisten Abteilungen einer Firma bestimmte Titel, ohne die man dort nicht die entsprechenden Aufgaben erfüllen könnte. Zu denken ist hierbei etwa an juristische Standardwerke, ohne die der Rechtsdienst eines Unternehmens kaum funktionsfähig wäre. 

 In Unternehmen ist die Nutzung von elektronischen Informationsquellen inzwischen längst Standard und ermöglicht den Mitarbeitern, d.h. den Endusern, einen einfachen und zeitsparenden Zugang zu Daten und Fakten. Gleichzeitig weisen elektronische Bücher als Informationsquelle einige bedeutende Vorteile auf, wie die einfache Transportmöglichkeit oder die Übernahme von Textstellen mittels Cut-and-Paste. Zusammengenommen sollten diese Faktoren eigentlich für den breitgestreuten Einsatz von E-Büchern auch in Unternehmen sprechen. Teilweise ist in der Praxis aber das genaue Gegenteil der Fall. So sind in vielen Rechtsanwaltskanzleien…

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