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Studie: Hohe Impact-Werte ziehen hohe APCs nach sich

Datum: 10. September 2023
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Open Access (OA) ist ohne Frage die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens in Zeitschriften. Dies betrifft in besonderem Maß Arbeiten, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Allerdings hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass sich der Weg dorthin schwieriger gestaltet als erwartet. Noch immer hat sich kein Weg des OA wirklich durchsetzen können. Bekanntermaßen gibt es stattdessen weiterhin zahlreiche verschiedene Wege des OA, wie den diamantenen, den goldenen und den grünen Pfad. So begrüßenswert der diamantene Weg ist – bei diesem Modell werden keine Gebühren für die OA-Publikation eines Artikels erhoben –, er ist eher die Ausnahme als die Regel. Aktuell werden die meisten Open-Access-Artikel von kommerziellen Verlagen veröffentlicht, die sogenannte Artikelbearbeitungsgebühren (Article Processing Charges – APC) verlangen. Begründet wird dies von den Verlagen mit der Deckung ihrer Kosten und damit, die Artikel online frei zugänglich zu machen. Gerade die Höhe dieser Artikelgebühren stehen seit langem im Mittelpunkt der Diskussionen. Zwar bieten inzwischen die meisten kommerziellen Verlage den Autorinnen und Autoren die Möglichkeit an, ihre Beiträge im Open Access zu veröffentlichen, allerdings werden hierfür teilweise erhebliche APCs fällig. Gibt es Faktoren, die die Erhebung und die Höhe von Artikelgebühren bestimmen? Nachfolgend wird eine Untersuchung1 vorgestellt, die eine Analyse der seit dem Jahr 2000 in der Fachliteratur erschienenen Forschung zu APCs vornimmt. Laut dieser Auswertung ist, wenig überraschend, das Geschäftsmodell einer Zeitschrift, ob kommerzielle oder nicht-kommerzielle Publikation, ein wichtiger Faktor. Zum zweiten besteht ein Zusammenhang zwischen der wissenschaftlichen Reputation einer Zeitschrift und der Höhe der APCs. Je höher der Impact-Faktor einer Zeitschrift, umso höher sind die verlangten Artikelgebühren.

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