Geschlechterspezifische Ungleichheiten im Literaturbetrieb
Datum: 9. November 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

In der letzten Ausgabe der LibEss (Zunehmende Kritik an Peer Review, Ausgabe 7/2018, S. 15-19) thematisierten wir das Geschlechterproblem im Zusammenhang mit dem Peer-Review-Verfahren. Aber nicht nur das wissenschaftliche Publikationswesen ist männerdominiert, sondern auch der schöngeistige Literaturbetrieb. Zumindest deutet eine Pilotstudie des Langzeitprojekts #frauenzählen bzw. Frauen zählen daraufhin hin. #frauenzählen ist ein verbandsübergreifendes Projekt der AG DIVERSITÄT, die aus verschiedenen Kulturschaffenden der Buchbranche sowie zahlreichen Verbänden besteht. Auch die Deutsche Nationalbibliothek gehört diesem Projekt an. Die in der Studie genannten Vorwürfe sind nicht einfach wegzudiskutieren oder zu verharmlosen. Basierend auf statistischen Auswertungen des Literaturschaffens in Deutschland, zeigt sich nämlich eine mehr als deutliche Überrepräsentierung von Männern sowohl bei Autoren als auch den Rezensenten.

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