Geschlechterspezifische Ungleichheiten im Literaturbetrieb
Datum: 9. November 2018
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

In der letzten Ausgabe der LibEss (Zunehmende Kritik an Peer Review, Ausgabe 7/2018, S. 15-19) thematisierten wir das Geschlechterproblem im Zusammenhang mit dem Peer-Review-Verfahren. Aber nicht nur das wissenschaftliche Publikationswesen ist männerdominiert, sondern auch der schöngeistige Literaturbetrieb. Zumindest deutet eine Pilotstudie des Langzeitprojekts #frauenzählen bzw. Frauen zählen daraufhin hin. #frauenzählen ist ein verbandsübergreifendes Projekt der AG DIVERSITÄT, die aus verschiedenen Kulturschaffenden der Buchbranche sowie zahlreichen Verbänden besteht. Auch die Deutsche Nationalbibliothek gehört diesem Projekt an. Die in der Studie genannten Vorwürfe sind nicht einfach wegzudiskutieren oder zu verharmlosen. Basierend auf statistischen Auswertungen des Literaturschaffens in Deutschland, zeigt sich nämlich eine mehr als deutliche Überrepräsentierung von Männern sowohl bei Autoren als auch den Rezensenten.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Vorschläge für die Reform von Social-Media-Plattformen

Mit dem Siegeszug von Facebook seit dessen Gründung im Jahr 2004 und anderen Social-Media-Plattformen verband sich lange Zeit auch die Vision einer demokratischeren und kommunikativeren Welt. Inzwischen dürfte aber wohl den meisten Social-Media-Usern bewusst geworden...

Informationsbranche weiter im Übernahme- und Fusionsfieber

Die Informationsbranche ist seit kurzem um eine weitere große Übernahme reicher. Aktuell hat das führende Informationsdienstleistungs- und Analytik-Unternehmen Clarivate bekanntgegeben den Datenbankhost ProQuest für 5,3 Mrd. US$ übernommen zu haben. Im Gegensatz zu...

EU intensiviert den Kampf gegen Desinformation

Desinformation ist alles anderes als ein neues Phänomen. Grundsätzlich dürfte es diese Art der absichtlichen Falschinformation geben, seit Menschen mittels Sprache miteinander kommunizieren. Allerdings hat die Digitalisierung speziell in den letzten zwei Jahrzehnten...

Open-Access-Wachstum in Deutschland

Die Grundidee hinter Open Access ist es bekanntlich, wissenschaftliche Arbeiten, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden, frei zugänglich zu machen. Deutschland und seine Forschungseinrichtungen sind seit Beginn wichtige Förderer der europäischen und...