DOIs für Buchkapitel als neues Discovery-Werkzeug
Datum: 27. März 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Beim Digital Object Identifier (dt. Digitaler Objektbezeichner), abgekürzt DOI, handelt es sich um ein System für die Vergabe von einzigartigen und permanenten digitalen Identifikationsnummern. Dieser Identifikator ermöglicht es dauerhaft ein bestimmtes physisches, digitales oder abstraktes Objekt mit dieser Nummer zu verknüpfen bzw. darauf zu verweisen. Mit dem DOI wird somit vor allem dem digitalen Zeitalter Rechnung getragen, das sich bekanntlich durch einen hohen Grad an Veränderbarkeit auszeichnet. Publikationen auf Websites können z. B. eine neue Internetadresse erhalten, wenn der Betreiber seine Inhalte auf einen neuen Server umzieht oder ein neues CMS einsetzt. Um solche digitalen Dokumente trotzdem zitieren und auch wiederfinden zu können, kommt der DOI ins Spiel, der diesen Inhalten eine eindeutige und dauerhafte Identifikationsnummer gibt, wie z. B. DOI:10.1001/jama.2020.315.1. Das Prinzip des DOI ähnelt der ISBN bei Büchern oder der Steueridentifikationsnummer, die jeder Bundesbürger erhält, nur in diesem Fall für wissenschaftliche Publikationen. Der DOI hat aber darüber hinaus einige Vorteile gegenüber der ISBN oder der Steueridentifikationsnummer. So besteht die Möglichkeit die damit verbundenen Objekte zu finden, d. h. zu lokalisieren, unabhängig davon, ob und wie sich die URL dieses Dokuments geändert hat. Bisher wird der DOI mehrheitlich für wissenschaftliche Fachbeiträge vergeben. Grundsätzlich ist es aber mit dem DOI möglich auch einzelnen Teilen eines Dokuments, wie Kapitel, Tabellen, Bilder etc. selbst eine DOI zu zuweisen. Welche Vorteile dieses Vorgehen für einzelne Buchkapitel hat, hat kürzlich das Berliner Start-up ScienceOpen thematisiert.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Die Social-Media-Landschaft in Deutschland wandelt sich

Jahrelang war das soziale Netzwerk Facebook die unbestrittene Nr. 1, wenn es um die Frage der am häufigsten genutzten Social-Media-Plattform nicht nur in Deutschland ging. Facebook ist mit 2,8 Mrd. Usern zwar immer noch das weltweit am häufigsten genutzte soziale...

Corona fördert das papierlose Büro

Die Pandemie hat seit letztem Jahr dafür gesorgt, dass die Digitalisierung für die Unternehmen in Deutschland zu einer praktisch unverzichtbaren Notwendigkeit geworden ist. Selbst kleinere Unternehmen haben sich in dieser Zeit zumindest in einigen Bereichen überlegen...

Best Practices für den Umgang mit dem Coronavirus in Bibliotheken

COVID-19 ist zwar immer noch allgegenwärtig und viele Menschen sind noch nicht geimpft. Aber langsam zeichnet sich (hoffentlich) ein Ende ab. Unabhängig davon haben sich in den letzten Monaten Bibliotheken auf der ganzen Welt sehr flexibel und innovativ gezeigt, um...

Video-Streaming ersetzt DVDs in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Aktuell sehen sich Bibliotheken zwei großen Herausforderungen gegenüber: einmal die hoffentlich nur kurzfristig wirkende Corona-Pandemie sowie die langfristigen Auswirkungen durch die Digitalisierung. Die Pandemie hatte dabei in verhältnismäßig sehr kurzer Zeit einen...