Der Raum als strategisches Instrument
Datum: 1. Februar 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Unter dem Eindruck der Corona-Krise könnte man annehmen, physischen Räumen werde zukünftig nur noch eine untergeordnete Bedeutung zukommen. Sicherlich werden virtuelle Räume, d. h. Homeoffice, Videokonferenzen, Webinare etc. in den nächsten Jahren mehr Akzeptanz und Beachtung finden. Mittel- bis langfristig kann es aber auch zu einem genau umgekehrten Trend kommen. Denn durch die aktuelle Krisensituation der Pandemie wird vielen Menschen erst klar, wie wichtig direkte, persönliche und soziale Kontakte sind. Gebäude und Räume spielen bei physischen Treffen eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund sind Gestaltung, Einrichtung und Architektur der Räume von entscheidender Bedeutung. So sind in den letzten Jahren die physischen Räume und die Gebäude einer Bibliothek im Zusammenhang mit Fragen des strategischen Managements in den Fokus gerückt. In der Unternehmenswelt werden die Wechselbeziehungen zwischen Raum und der Förderung von Kreativität oder für Veränderungen schon länger untersucht und genutzt. Dieser Trend kann als „Design to innovate“ bezeichnet werden. Physische Räume sind heute nicht mehr einfach nur Arbeits-, Veranstaltungs- oder Lagerräume. Richtig gestaltet geben sie neue Möglichkeiten, um Personal, Kunden und Kundinnen sowie auch andere Unternehmen und Anspruchsgruppen zu begeistern und zu motivieren. Durch die Umgestaltung physischer Räume kann es gelingen, bessere Dienstleistungen anzubieten, bessere Arbeitsverhältnisse zu schaffen oder auch neue Partnerschaften einzugehen.



Unter dem Eindruck der Corona-Krise könnte man annehmen, physischen Räumen werde zukünftig nur noch eine untergeordnete Bedeutung zukommen. Sicherlich werden virtuelle Räume, d. h. Homeoffice, Videokonferenzen, Webinare etc. in den nächsten Jahren mehr Akzeptanz und Beachtung finden. Mittel- bis langfristig kann es aber auch zu einem genau umgekehrten Trend kommen. Denn durch die aktuelle Krisensituation […]

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