Auch bei Open Access dominieren nur wenige Verlage

Noch immer bilden wissenschaftliche Fachzeitschriften den am häufigsten genutzten und wichtigsten Verbreitungsweg für Forschungsergebnisse. Besonders die Veröffentlichung in einer angesehenen Zeitschrift gilt als Beleg für den wissenschaftlichen Wert einer Arbeit und ist folglich immer noch der Königsweg für Wissenschaftler, sich ein eigenes wissenschaftliches Renommee aufzubauen. In diesem Sinn hat sich das seit Jahrhunderten bestehende Wissenschaftssystem – trotz aller technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte – nur relativ wenig verändert. Es bleibt somit bei der Notwendigkeit für Forscher, möglichst viel zu publizieren („publish or perish“), womit gleichzeitig den Zeitschriften auch weiterhin eine zentrale Bedeutung als Verzeichnis von wissenschaftlicher Forschungstätigkeit zukommt. Umso mehr relevanter wird die Frage: Wer sind die Eigentümer einer Zeitschrift und welche Art von Zugängen wird zu diesen Inhalten angeboten? Eine aktuelle Untersuchung hat diese Sachverhalte anhand von Open-Access-Zeitschriften analysiert, die über das Siegel des DOAJ (Directory of Open Access Journals) verfügen. Die erhaltenen Resultate sind für Befürworter von Open Access wohl eher ernüchternd. Denn ihnen zufolge hat sich auch dieses ausgewählte Segment des Open-Access-Zeitschriftenmarkts zu einem Oligopol entwickelt. Also genau zu dem, was schon vom Gesamtmarkt der Fachzeitschriften bekannt ist.



Noch immer bilden wissenschaftliche Fachzeitschriften den am häufigsten genutzten und wichtigsten Verbreitungsweg für Forschungsergebnisse. Besonders die Veröffentlichung in einer angesehenen Zeitschrift gilt als Beleg für den wissenschaftlichen Wert einer Arbeit und ist folglich immer noch der Königsweg für Wissenschaftler, sich ein eigenes wissenschaftliches Renommee aufzubauen. In diesem Sinn hat sich das seit Jahrhunderten bestehende Wissenschaftssystem […]

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