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Zehn Lektionen für Intranets

Datum: 2. Juli 2012
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Das Intranet Benchmarking Forum – eine internationale Vereinigung von mehr als 100 Unternehmen zur Erforschung und Bestimmung von Vergleichsdaten und Best Practises von Intranets und digitalen Arbeitsplätzen – feiert im Juni seinen 10. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat der Gründer und CEO des IBF, Paul Miller, seine persönlich wichtigsten 10 Favoriten für die Gestaltung und die zukünftige Entwicklung von Intranets genannt.

  1. Intranets sind inzwischen wesentlich mehr als ein technologisches Hilfsmittel, sondern ein vielfältiges und variables Konzept. Intranets können von Unternehmen und Organisationen völlig frei gestaltet werden. Aus diesem Grund wird es auch in Zukunft noch Intranets geben, und diese werden stetig weiter wachsen.
  2. Intranets sind der Lebensnerv der Organisationen. Sie sind innerhalb dieser Unternehmen zu einem elementaren Hygiene- und Reinigungsfilter geworden. Dieser Hygienefaktor ist, wie im richtigen Leben, existenziell für die Gesundheit und das Überleben dieser Organisationen.
  3. Nach und nach sind die meisten Unternehmen vollständig abhängig von ihren Intranets geworden. Dies geht soweit, dass sie ohne diese Intranets nicht mehr funktionsfähig sind. Intranets beinhalten inzwischen nämlich fast alle unternehmenskritischen Anwendungen. Sie sind nicht mehr nur einfach Adressenverzeichnisse oder Telefonbücher, sondern erfordern auch eine beträchtlichen Anteil an menschlichen und finanziellen Ressourcen eines Unternehmens.
  4. Social Intranets sind nur ein weiterer Schritt in der Evolution der Intranets, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklung.
  5. Intranets sind heute fest verankert in das, was man den „digitalen Arbeitsplatz“ nennt.
  6. Jedes Intranet ist im Prinzip eine Art Spiegel des Unternehmens. So ist jedes Intranet (meistens) auch nur so gut, wie das Unternehmen als Ganzes gut ist.
  7. Intranets sind die Umsetzung des Prinzips „neue  Ökonomie-Spielregeln“ in „alten Ökonomie“-Unternehmen, d.h. eine kleine Anzahl an Mitarbeitern produziert einen großen Wert.
  8. Hinter einem beeindrucken Intranet stehen leidenschaftliche Intranet-Manager und -Teams.
  9. Das IBF hat nachgewiesen, dass Intranets in großen Unternehmen viele Millionen Dollars und in manchen Fällen sogar Milliarden wert sind.
  10. Intranets sind für Unternehmen der „digitale Klebstoff“ in einer immer mehr verteilten und vernetzten Arbeitswelt.

Einige der hier genannten Lektionen sind natürlich Binsenweisheiten, die man auch auf jede andere Abteilung innerhalb einer Organisation übertragen könnte. Grundsätzlich lassen sich aber aus dieser Liste zwei essentielle  Schlussfolgerungen herauslesen. 1. Intranets bestimmen heute, besonders in großen Unternehmen, maßgeblich, wie diese Organisationen funktionieren und erfolgreich sind. 2. Die früher in Unternehmen bevorzugten  bzw. technisch bedingten Insellösungen - einzelne Datenbanken, Applikationen etc. - gehören mehrheitlich der Vergangenheit an. Für Informationsspezialisten in Unternehmen oder Organisationen lässt sich daraus die Empfehlung ableiten, dass intern ein gelungener Intranetauftritt Pflicht ist. Wer nicht im Intranet ist, wird nicht wahrgenommen und kann auch nicht unternehmensintern bei Entscheidungen die richtigen Weichen stellen.

Quelle:
Miller, Paul: “10 Lessons for Intranets – from 10 years of IBF”; Blogbeitrag vom 22.  Mai
2012, online abrufbar unter der URL http://www.ibforum.com/2012/05/22/10-lessons-for-intranets-from-10-years-of-ibf/

Schlagworte: 05-2012 | intranet | top-10

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