Wie entwickelt man innovative Informationsdienste?
Datum: 22. Juli 2019
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Bibliotheken, Museen, Archive und andere Informationseinrichtungen findet man im Statistischen Jahrbuch des Statistischen Bundesamts in der Rubrik „Kultur, Medien, Freizeit“. Prinzipiell könnten diese Wissens- und Bildungseinrichtungen im digitalen Zeitalter auch gut und gerne im Dienstleistungssektor angesiedelt werden. Diese veränderte Verortung ist vielen Informationsspezialisten bis heute nicht immer bewusst. Das ist auch der Grund dafür, dass die größten und wichtigsten Wettbewerber nicht mehr unbedingt aus der eigenen „Branche“ kommen, falls dies überhaupt jemals so empfunden wurde. Tatsächlich kommt der größte Druck auf Informationseinrichtungen zunehmend aus dem privaten Sektor, besonders von Technologie-Unternehmen. Allgemein sind die früher von Statistikämtern festgelegten Brancheneinteilungen aufgrund der Digitalisierung nur noch eingeschränkt gültig, da aus einer Suchmaschine schnell ein potenzieller Autoentwickler wird. Anders ausgedrückt: Bibliotheken konkurrieren heute hauptsächlich mit privaten Unternehmen um die Aufmerksamkeit ihrer Kunden („Benutzer“). Benötigt werden daher neue, innovative Informationsprodukte, um die Aufmerksamkeit der Nutzer auch zukünftig auf sich ziehen zu können.

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