Vor der Pandemie ist nach der Pandemie: resiliente Führung, nicht nur für Krisenzeiten
Datum: 4. März 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Die COVID-19-Pandemie war und ist für Bibliotheken aller Art eine schwierige Zeit, da sie ständige Verhaltensänderungen erfordert, die kaum in eine bestehende Strategie integrierbar sind. So standen Bibliotheken während der Pandemie vor der schwierigen Frage, welche Dienstleistungen sie weiter anbieten sollten und in welcher Form, während sie gleichzeitig das gesundheitliche Risiko für ihre Mitarbeitenden und Nutzerinnen und Nutzer minimieren mussten. Wenn die Pandemie nun tatsächlich in den nächsten Monaten weltweit mehr oder weniger zu Ende gehen sollte, stehen Bibliotheken für die Zukunft grundsätzlich zwei Wege offen. Der erste Weg ist, so weiterzumachen, wie man vor der Pandemie gearbeitet hat. Oder, was wesentlich besser und sinnvoller wäre, widerstandsfähige(re) Bibliotheken aufzubauen, also die positiven Veränderungen und Erfahrungen aus dieser Krisenzeit in die Zeit nach Corona mitzunehmen. Dieser zweite Weg erfordert von den Bibliotheksleitungen allerdings die Entwicklung von flexibleren, strategischen Plänen. Zudem müssen diese Pläne alle Bereiche des Bibliotheksbetriebs einbeziehen inklusive Personal, Kommunikation, Motivation und Bibliothekswerte. In dem nachfolgend präsentierten Artikel1 wird diskutiert, welche neuen Führungsqualitäten hierfür erforderlich sind. Dabei orientieren sich die Autoren an der sogenannten Resilienz-Theorie, bei der einem transformationalen Führungsstil besondere Bedeutung zukommt.

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