Ungleichmäßige Verbreitung von Open Access
Datum: 10. September 2020
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Das Internet gilt als Auslöser einschneidender Veränderungen der Geschäftsmodelle vieler Branchen in den letzten zwei, drei Jahrzehnten. Ohne Internet gäbe es vermutlich keine Open-Access-Bewegung, die aktuell immer stärker die Geschäftsmodelle selbst kommerzieller Wissenschaftsverlage verändert. Inzwischen wird auch der Druck von politischer Seite größer und sorgt dafür, dass mit Steuergeldern finanzierte Forschungsarbeiten zukünftig als Open Access (OA) publiziert werden müssen. Bis es allerdings so weit ist, dass alle oder zumindest mehrheitlich neu publizierte Artikel in elektronischen Zeitschriften für Leser frei verfügbar sind, dürfte es noch einige Zeit dauern. Die einstige Vision einer erhofften nahezu flächendeckenden Verbreitung von OA hat sich bisher nicht erfüllt. Trotzdem ist der Marktanteil von OA publizierten Artikeln auf inzwischen knapp 20 % gestiegen. Erkennbar ist heute auch, dass OA nicht für jede Fachdisziplin von gleicher Bedeutung ist. In der folgenden Arbeit wird untersucht, wie sich für analysierte 18 Fachgebiete die Marktanteile in Bezug auf Open Access entwickelt haben.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Preprints haben durch COVID-19 einen enormen Aufschwung erfahren

Der Kampf gegen COVID-19 hat in den letzten Monaten dazu geführt, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu übergegangen sind, ihre Forschungsergebnisse als Preprints zu veröffentlichen. Denn durch das in Fachzeitschriften übliche Begutachtungsprozesses...

KI, Expertensysteme und Roboter für die Bibliothek

Tagtäglich berichten Medien, wie die Künstliche Intelligenz (KI) in den nächsten Jahren unser Leben verändern wird. Tatsächlich nutzen wir aber schon längst solche intelligenten Lösungen und Anwendungen, ohne dass es uns bewusst ist. Auch in Bibliotheken hat die KI...