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Content-Strategie für die Gestaltung von Bibliotheken-Websites

Datum: 8. März 2016
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Man mag es kaum glauben, aber in den frühen 1990er-Jahren gehörten Bibliotheken zu den Vorreitern bei der Homepage-Entwicklung. Leider sind heute viele Bibliotheks-Websites vollgestopft mit veralteten, belanglosen und benutzerunfreundlichen Inhalten. Die Frage ist, wie kann man diesen Zustand ändern? Natürlich gibt es heute unzählige Web-Agenturen, Web-Designer und Web-Entwickler, die beauftragt werden können, um die eigene Homepage einer Totalrenovierung zu unterziehen. Ein möglicherweise besserer und nachhaltigerer Ansatz für Bibliotheken ist die Anwendung einer sogenannten Content-Strategie. Halvorson (2011) definiert dieses Konzept als "Planungspraxis für die Erstellung, Veröffentlichung und Steuerung von nützlichen Inhalten". In diesem Beitrag wird dafür plädiert, dass große Bibliotheken sich für die Schaffung einer spezifischen Mitarbeiterposition für Content-Strategie engagieren sollten. Anhand des Fallbeispiels der Bibliotheken der University of Arizona (kurz: UA) wird dargestellt, wie dort Content-Strategie eingeführt wurde, und was erforderlich war, um schließlich die Vollzeitstelle eines Content-Strategen schaffen zu können. Dazu werden die wichtigsten Voraussetzungen für dieses Berufsbild erläutert, sowie detaillierte Überlegungen zur Rekrutierung und Einstellung angestellt. Abschließend wird diskutiert, welche Rolle ein Content-Stratege bei der Verbesserung des allgemeinen User-Erlebnisses spielen kann. Bekanntlich geht die User-Experience weit über die "bloße" benutzerfreundliche Gestaltung einer Bibliotheks-Website hinaus.

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