Zur Disruption der Finanzdienstleistungsbranche
Datum: 18. März 2017
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Laut einer kürzlich von dem Beratungsunternehmen Accenture veröffentlichten Studie wären schon heute ein Drittel aller Konsumenten weltweit bereit, ihre Finanzberatung in Zukunft in die Hände der führenden Technologieunternehmen wie Google, Facebook oder Amazon zu geben. Wichtige Vertreter des Versicherungs- und Bankensektors sehen dies inzwischen ähnlich. So hat aktuell der Deutschlandchef des Versicherungsriesen Allianz, Manfred Knof, in einem mit dem Handelsblatt geführten Interview gesagt, dass er jeden als Konkurrenten sieht der versucht, eine Kundenschnittstelle zu besetzen. Aus diesem Grund bezeichnet er auch Amazon und Apple als direkte Wettbewerber. Ob sich diese branchenfremden Unternehmen wirklich in diesem Bereich etablieren können, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Grundsätzlich verdeutlich die vorliegende Studie aber wieder einmal, dass kein Wirtschaftszweig und keine Unternehmung sicher davor sein können, nicht von den großen Silicon Valley-Unternehmen oder auch von den als Einhörnern bezeichneten Start-up-Firmen in den nächsten Jahren Konkurrenz zu erhalten. Der digitale Wandel dürfte jedenfalls noch zahlreiche Überraschungen bereithalten.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Meta-Studie belegt zahlreiche Vorteile von Open Access

Das wissenschaftliche Publikationswesen befindet sich unbestritten auf dem Weg hin zu Open Access (OA). Open Access zählt für Bibliotheken und Verlage zu den einschneidendsten Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte. Ausdruck dieser Relevanz sind auch die...

Umfrage belegt weiterhin hohe Präferenz für das Printbuch

Keine Überraschung bedeuten die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer vom Marktforschungsunternehmen YouGov in Kooperation mit dem Statistik-Portal Statista durchgeführten Umfrage1 über bevorzugte Buchformate: In Deutschland wird noch immer das gedruckte Buch...

Wo fängt Meinungsfreiheit an und wo hört sie auf?

Aktuell finden sich in den Medien gehäuft Beiträge und Kommentare zu besonders in Demokratien zentralen Rechten wie Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. In vielen, besonders in autokratisch regierten Ländern gibt es nicht einmal ansatzweise so etwas wie Presse- oder...

Paywall vs. freier Informationszugang

Die sogenannte Schattenbibliothek Sci-Hub und das akademische soziale Netzwerk ResearchGate sind aus Sicht der Wissenschaftsverlage eine illegale Art von Open Access. ResearchGate musste dies aktuell durch eine verlorene Klage vor Gericht1 erfahren. Andererseits ist...