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Zitierungen

Wikipedia als Multiplikator für Open Access

Die führende Online-Enzyklopädie Wikipedia ist nicht nur eine der am meisten besuchten Websites der Welt, um dort alle möglichen Arten von Informationen abzurufen. Sie ist inzwischen auch für wissenschaftliches Wissen zu einer sehr häufig genutzten Anlaufstelle geworden. Und dies nicht nur für Privatnutzer, sondern selbst für Wissenschaftler und Forscher. Von daher ist es wichtig zu wissen, wie sich die Darstellung der auf Wikipedia verfügbaren wissenschaftlichen Inhalte im Vergleich zu der...

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Altimetrics als neue Methode zur Messung von Forschungsqualität?

Das letzte Jahrzehnt sah eine jährlich immer größer werdende Flut an publizierten wissenschaftlichen Fachbeiträgen. Gleichzeitig sind bei Informationsspezialisten und Wissenschaftlern immer größere Zweifel an der Korrektheit von klassischen Bewertungskennzahlen für die Forschungsqualität dieser Veröffentlichungen aufgekommen. Früher waren Indikatoren wie der Impact Factor (Einflussfaktor) oder die Zitierungshäufigkeit äußerst hilfreich für Bibliothekare, um Inhalte qualitativ filtern zu können oder hochwertige Zeitschriften für ihre Sammlungen auszuwählen. In unserer schnelllebigen Zeit, mit einem ständig steigenden Strom an neuen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zeigen sich nun aber verschiedene Schwächen bei diesen Kennzahlen. Problematisch ist z.B. die Anwendung dieser traditionellen Indikatoren bei nicht-klassischen wissenschaftlichen Publikationsformen, wie Arbeitspapiere, Forschungsberichte, Datensätze oder Konferenzvorträge. Schwierigkeiten bereiten auch die auf Open Access-Plattformen wie PLoS und Sage Open publizierten Fachartikel. Dort werden an einem einzigen Tag mehr Artikel veröffentlicht als in mancher bekannten Zeitschrift in einem ganzen Jahr. Eine Lösung für diese Herausforderungen bieten möglicherweise die sogenannten Altimetrics. Ob Altimetrics wirklich eine bessere Alternative darstellen, um die Qualität und Popularität von wissenschaftlicher Forschung zu messen, wird in diesem Beitrag zu klären versucht.

Altimetrics selbst ist vielleicht ein etwas ungünstig gewählter Ausdruck, da der englische Begriff „Altimetric“ eigentlich für „Höhe“ steht. Das „Alt“ in „Alt-imetrics“ steht aber für „Alternative“, und bedeutet also: ein alternativer Ansatz zur Messung der Forschungsqualität. Bei Altimetrics werden auch statistische Webkennziffern berücksichtigt, wie die Anzahl von Shares, Downloads, Kommentaren oder die Nennungen in sozialen Medien. Diese Werte werden aber eben nicht nur für klassische Wissenschaftsjournale erhoben, sondern für alle Arten von Publikationsformen, wie z.B. graue Literatur, Blogs oder Datenbestände.

Es gibt u.a. folgende Arten und Beispiele für Altimetrics:

Shares, d.h. öffentliche Posts, um Nachrichten zu Forschungsartikeln und …

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Gibt es immer weniger wissenschaftliche Top-Zeitschriften?

Frühere Studien legen den Schluss nahe, dass in den letzten 20 Jahren wissenschaftlich herausragende Aufsätze nicht mehr nur in sehr wenigen, führenden Publikationen, sondern in einer wachsenden Anzahl von unterschiedlichen Fachblättern erscheinen. Die folgende Arbeit untersucht, ob und in welchem Ausmaß diese Diversifikation bei der Veröffentlichung von solchen wissenschaftlichen Beiträgen auch die wenigen Elite-Zeitschriften beeinflusst hat, die bisher als die Besten galten. Dazu werden die Zitierungsmuster von 7 Elite-Zeitschriften mit denen von 6 aufstrebenden Zeitschriften, die in den letzten 20 Jahren wichtiger geworden sind, über einen Zeitraum von 40 Jahren verglichen. Die Ergebnisse dieser Studie sind nicht für Wissenschaftler und Forscher von Bedeutung, sondern auch für den Bestandsaufbau und die Erwerbspolitik von wissenschaftlichen Zeitschriften in Bibliotheken. Es zeigt sich nämlich, dass die Hierarchie der wissenschaftlichen Journale nicht in Stein gemeißelt ist, sondern sich in einem ständigen Fluss befindet. Für Wissenschaftler bedeutet dies etwa, dass sie nun eine größere Auswahl an Publikationsmöglichkeiten haben, als dies früher der Fall war, und trotzdem eine gleich große Lesergemeinde erreichen können.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden wissenschaftliche Ideen und Entdeckungen hauptsächlich durch Artikelveröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht und verbreitet. Bis vor wenigen Jahren wurden diese wissenschaftlichen Abhandlungen ausschließlich in gebundener Form auf Papier gedruckt und an Einzelpersonen oder Institutionen im Rahmen von Zeitschriftenabonnements regelmäßig ausgeliefert. Mit dem Aufkommen des Internets/WWW in den 1990er-Jahren hat sich dieses uralte System begonnen aufzulösen, indem nun auch einzelne Fachbeiträge in elektronischer Form verbreitet werden. Allgemein hat sich der Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten durch die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters grundlegend verändert. So gibt es Web- und Institutionelle Repositorien mit Vorveröffentlichungen oder angenommenen und veröffentlichten Arbeiten, Online-Datenbanken mit elektronischen Zeitschriften- und Artikelarchiven, ausschließlich Online publizierte Zeitschriften und Open Access-Zeitschriften. Insgesamt liegt im heutigen Internetzeitalter die Bedeutung …

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