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Informationsgesellschaft

Internet der Dinge treibt Datenexplosion immer weiter

Unsere datenhungrige Informationsgesellschaft produziert täglich immer größere Datenmengen. Das wissen wir schon seit geraumer Zeit. Aufhorchen lässt aber eine neue Studie des Datenspeicherspezialisten EMC, worin freimütig bekannt wird, dass man sich bisher bei der Prognose der Entwicklung dieser Datenmengen etwas verrechnet hat, d.h. diese wurde unterschätzt. Noch schneller soll das digitale Universum in den nächsten Jahren nach diesen neuen Berechnungen anwachsen. Laut der vorliegenden...

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Wissensmanagement in Bibliotheken

Bibliotheken sind bekanntlich eine Schatzkammer des Wissens, das sie in vielen verschiedenen Formaten beherbergen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich unsere Gesellschaft aufgrund neuer digitaler Technologien und dem Internet zuerst in eine Informationsgesellschaft und dann weiter in eine Wissensgesellschaft verwandelt. Das Management von Wissen gehört daher allgemein für die Gesellschaft zu einer der wichtigsten Aufgaben und ist ebenso für den Erfolg und das Überleben von Unternehmen...

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Deutsche Bevölkerung steht Digitalisierung skeptisch gegenüber

Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) hat in einer aktuellen Umfrage untersucht, welche Einstellungen die Deutschen zur Digitalisierung und dem digitalen Wandel haben. Glaubt man den darin publizierten Ergebnissen, ist ein großer Teil der deutschen Bevölkerung diesem Thema gegenüber sehr skeptisch eingestellt bzw. fürchtet sich sogar vor der digitalen Zukunft. Für die als repräsentativ bezeichnete Studie "Die Zukunft der digitalen Gesellschaft" wurden insgesamt 1.515 Personen...

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Deutschland weist Rückstand bei Open Data auf

Open Data ist aktuell in aller Munde. Sie gelten als Treiber für Demokratie, Wirtschaft und Innovation. Darüber, was Open Data eigentlich genau ist, gibt es aber unterschiedliche Vorstellungen. Grundsätzlich kann man Open Data etwa definieren als maschinenlesbare Daten, die meist von öffentlichen Stellen, aber auch von Unternehmen und Organisationen, zur freien Verfügbarkeit und Nutzung durch andere freigegeben sind. Damit hört aber bereits die Gemeinsamkeit der meisten Definitionen von Open Data auf. Die Open Knowledge Foundation hat verschiedene Merkmale für den Offenheitsgrad von Daten festgelegt, um ihren Open Data Index zu berechnen. Bei diesen Kennzeichen handelt es sich um Folgendes: Die Daten existieren, liegen in digitaler Form vor, sind öffentlich erhältlich, sind kostenfrei, sind maschinenlesbar, sind als Download ganz oder zu großen Teilen vorhanden, besitzen eine offene Lizenz und sie sind auf einem aktuellen Stand. Mit diesem Index wird gemessen, wie offen die Daten von öffentlichen Verwaltungen von 70 Ländern dieser Welt sind. Deutschland belegt in dieser Rangliste gerade einmal Platz 38.

Bei den Diskussionen um dieses Trendthema wird oft vergessen, dass die offenen Daten nicht nur zur Verbesserung der Wissensverteilung für ein Land enorm wichtig sind, sondern Open Data auch eine ökonomische Komponente besitzt. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey hat untersucht, welchen Innovations- und wirtschaftlichen Wert die Open Data-Bewegung mit sich bringt. McKinsey legt übrigens vier Merkmale als Zeichen für Open Data an: Freier Zugang, maschinenlesbar, kostenfrei oder nur sehr geringe Kosten sowie eine offene und freie Lizenz. Kurz zusammengefasst die wichtigsten Aussagen aus dieser Arbeit:

Für die 7 in dieser Studie analysierten Branchen – Bildung, Verkehr, Konsumprodukte, Strom, Öl und Gas, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen/Verbraucherkredite – erwartet McKinsey, dass Dank Open Data ein jährlicher ökonomischer Nutzen von mindestens 3,2 Billionen US$ bis maximal 5,4 Billionen $ zusätzlich erreichbar wäre. Bei einem angenommenen Wert von 3,7 Billionen $ würden nach Ländern/Regionen aufgeteilt 1,1 Billionen $ auf die USA entfallen, 900 Mrd. $ auf Europa und 1,7 Billionen $ auf den Rest der Welt. Der wirtschaftliche Nutzen ergibt sich u.a. aus einer höheren Effizienz, der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen sowie aus dem Mehrwert für Verbraucher wie Kosteneinsparungen oder qualitativ höherwertige Produkte.
Nach Branchen würden sich die geschätzten wirtschaftlichen Vorteile für Bildung auf …

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Studie zu den Digital Natives

Die Internationale Fernmeldeunion ITU (engl. International Telecommunication Union) hat in ihrer seit 2009 jährlich erscheinenden Untersuchung zur Vermessung der weltweiten Informationsgesellschaft in ihrer aktuellen Ausgabe wieder umfangreiches und interessantes Datenmaterial zusammengestellt. Neben den Zahlen zur Verfügbarkeit von Breitbandzugängen, sind aus Sicht von Informationsspezialisten besonders die Ergebnisse zu den Digital Natives von Relevanz. Diese junge Usergruppe wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einen Großteil der potenziellen Benutzer ausmachen. Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Meinung, dass praktisch alle jungen Leute im Internet sind, zeigt dieser Bericht auf, dass weltweit erst 30% der Personen dieser Nutzergruppe zugerechnet werden können.
Das ITU hat für diese Untersuchung Digital Natives definiert als Personen, die zwischen 15 und 24 Jahre alt sind und mindestens fünf Jahre Online-Erfahrung besitzen. Welchen möglichen Einfluss die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) auf junge Leute hat, die im digitalen Zeitalter geboren wurden, wird schon seit bald zwei Jahrzehnten intensiv erforscht. Bisher gibt es aber keinen eindeutigen Nachweis über die konkreten Folgen der IKT auf die Jugendlichen. Fest steht bisher nur, dass unsere neue digitale Welt die Art verändert hat, wie diese Digitale Natives lernen, spielen, Beziehungen pflegen und sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen.

Nachfolgend einige wichtige Aussagen aus dem aktuellen ITU-Bericht:

Die ITU rechnet bis Ende 2013 schon mit 6,8 Mrd. Mobiltelefonanschlüssen weltweit. Damit kommt im Durchschnitt auf fast jeden Erdenbürger ein Mobiltelefon. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Personen mit einem Internetanschluss auf 2,8 Mrd., was aber bedeutet, dass 4,4 Mrd. Menschen auf der Welt immer noch offline sind.
Die gesamte weltweite Anzahl von Digital Natives wird von der ITU für 2012 auf 363 Mio. geschätzt, was gemessen an der Gesamtbevölkerung von ca. 7 Mrd. Menschen, gerade einmal 5,2% ausmacht. Lediglich 30% in der Altersklasse von 15 bis 24 Jahren sind damit dieser Usergruppe der Digital Natives zuzuordnen, und stellen somit selbst in der Alterskategorie der Jugendlichen nur eine Minderheit dar.
Die 10 Länder mit der größten Anzahl von Digital Natives sind China (75 Mio. Einwohner), die USA (41 Mio.), Indien (23 Mio.), Brasilien (20 Mio.), Japan (12 Mio.), Mexiko (9,1 Mio.), Russland (9 Mio.), Deutschland (8,3 Mio.), Vietnam (7,5 Mio.) und Großbritannien (7 Mio.).
Den größten Anteil von Digital Natives im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung hat Island mit 13,9%, vor Neuseeland mit 13,6% und Südkorea mit 13,5%. Deutschland liegt mit 10,1% auf Rang 37, die Schweiz mit einem Anteil von 11,2% auf Rang 24 und Österreich mit 10,5% auf Rang …

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Prognosen und Daten zur Entwicklung des Internets

Der Netzwerkausrüster Cisco Systems hat die neueste Ausgabe seines Cisco Visual Networking Index (VNI) vorgelegt, die auch Prognosen für den Zeitraum von 2012 bis 2017 für das Internet sowie den globalen Netzwerkdatenverkehr enthalten. Im Vergleich zur letzten Ausgabe kommen in diesen Resultaten einige neue wichtige Erkenntnisse vor, die aufhorchen lassen. Dazu zählt u.a., dass in den nächsten fünf Jahren der mobile Datenverkehr bereits den festnetzgebundenen Internet-Traffic überholen dürfte. Dazu sieht Cisco bei dem bisher mehr als Schlagwort wahrgenommenen „Internet der Dinge“ ein spürbares Wachstum, was ebenfalls zu mehr Datenaufkommen führt.

Nachfolgend einige Resultate aus dem Cisco­Bericht:

Zukünftig dürfte der Datenverkehr allein durch die Zunahme an neuen Internetnutzern weiter stark ansteigen. Aktuell gibt es weltweit ca. 2,3 Mrd. Menschen (32% von aktuell gesamthaft 7,2 Mrd. Erdenbürgern), die das Internet benutzen. 2017 sollen dann 3,6 Mrd. Menschen online sein, was einem Anteil von 48% an der erwarteten Weltbevölkerung von 7,6 Mrd. Menschen entspricht. Der öffentliche und staatliche Druck auf die Telekommunikationsunternehmen, entsprechende Datennetze zu unterhalten, wird also sicher nicht geringer werden.
2017 wird es gesamthaft mehr als 17 Mrd. Netzwerkverbindungen geben (mobile und stationäre Endgeräte, M2M­Verbindungen, d.h. Machine­to­Machine, etc.). Zum Vergleich, 2012 gibt es insgesamt ca. 12 Mrd. Netzwerkverbindungen.
Im Jahr 2017 werden durch die weltweiten Netzwerke mehr Daten fließen als in allen früheren „Internet“­Jahren zusammen. So soll 2017 das globale Datenvolumen …

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Zukunftsstudie „Digitale Technologien“

Der Münchner Kreis, eine übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung, hat vor kurzem zum 5. Mal seine Zukunftsstudie zu den Nutzerbedürfnissen an die digitale Welt von übermorgen präsentiert. Im Mittelpunkt dieses Studienprojekts steht die Erforschung der Wünsche und Anforderungen an die kommende digitale Welt. Dazu wird der Ist-Zustand genauso analysiert wie die potenziellen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren. Unterteilt wird die Studie in die vier Themenfelder Arbeit, Mobilität, Medien und Verwaltung. Insgesamt knapp 7.300 Personen aus Deutschland, Brasilien, China, Indien, Südkorea und den USA haben sich an dieser Online-Befragung im Zeitraum von Dezember 2012 bis Januar 2013 beteiligt.

Hier einige interessante Resultate und Erkenntnisse aus der knapp 300 Seiten umfassenden Studie:

In Deutschland werden pro Tag und Einwohner 225 Minuten vor dem Fernseher verbracht (Stand: 2011 / Quelle: Statista 2012).
31% der deutschen Bevölkerung nutzen inzwischen das soziale Netzwerk Facebook (Stand: Januar 2013 / Quelle: Social Bakers 2013).
58% der Deutschen besitzen ein Notebook oder Netbook, 50% haben ein Smartphone (+21% gegenüber Zukunftsstudie 2011) und 25% einen Tablet-Rechner (+18% gegenüber Zukunftsstudie 2011).
2013 nutzen 29% der Deutschen das mobile Internet sowohl privat als auch beruflich (+14% gegenüber der Zukunftsstudie 2011). 37% der deutschen Einwohner nutzen das mobile Internet ausschließlich privat (+4% gegenüber 2011) und 4% nutzen das mobile Internet nur aus beruflichen Gründen (+3% gegenüber 2011). 27% der Deutschen verwenden weder beruflich noch privat das mobile Internet. Dies ist gegenüber der Zukunftsstudie 2011 ein bedeutender Rückgang …

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Zahlen zur globalen Informationsgesellschaft

Die Internationale Fernmeldeunion (engl. International Telecommunication Union – ITU) hat neue Statistiken zur Entwicklung der globalen Informationsgesellschaft vorgelegt. Aus diesen geht hervor, dass weltweit die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) weiterhin auf Wachstumskurs bleibt und so einen immer größeren Anteil auch an der Wertschöpfung der einzelnen Volkswirtschaften einnimmt. Nach diesem Bericht ist Südkorea dasjenige Land mit der am weitesten fortgeschrittenen...

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