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Hilfskräfte

Die Zukunft der Auskunft ist virtuell

Es existiert eine langjährige Debatte darüber, ob die an Auskunftstheken oder per Online-Chat-Diensten gestellten Fragen der Benutzer das Expertenwissen eines ausgebildeten Informationsspezialisten erfordern. Diese Frage gilt heute praktisch als entschieden, da die ständige Abnahme bei der Anzahl und Komplexität der Auskunftsfragen in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass viele wissenschaftliche Bibliotheken auf den Einsatz von professionellen Bibliothekaren für solche Aufgaben verzichten....

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Mitarbeitertrends in Informationseinrichtungen

2009 hat Daniel Greenstein, zu dieser Zeit stellvertretender Hochschulleiter der Universität von Kalifornien, an der Ithaka-Konferenz für nachhaltige Wissenschaft die Aufmerksamkeit der dortigen Tagungsteilnehmer mit einigen provokanten Aussagen gewonnen. Er hat darin die Bibliothek der Zukunft als eine nur spärlich mit Mitarbeitern ausgestattete, stark dezentralisierte Einrichtung beschrieben, die zudem nur mehr über einen ausgewählten, kleinen physischen Bestand von gedruckten Materialien in Form von Spezialsammlungen sowie Fachgebieten verfügt. Für die Verantwortlichen von wissenschaftlichen Institutionen ergibt sich daraus die Aufforderung, diesen dramatischen Veränderungen Rechnung zu tragen, indem sie die Bibliothek – bezogen auf den dortigen Mitarbeiterstab – entsprechend umstrukturieren. Laut Greenstein sollte diese Umgestaltung und Umverteilung der Arbeitsplätze und Aufgaben in einer Bibliothek nicht nur als eine einfache Übung in Best Practice-Maßnahmen verstanden werden. Vielmehr seien sie tiefgreifend und unumgänglich, um die Bibliothek als Herzstück einer wissenschaftlichen Organisation bewahren zu können. Stoßen diese Aussagen von Greenstein bei seinen Berufskollegen auf Zuspruch, müssen sich Bibliothekare ernsthafte Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. Anhand einer Auswertung der aktuellen Fachliteratur und eigenen Beobachtungen hat der Autor insgesamt 6 Trends und 3 Bedenken herausgearbeitet, die zukünftig die Mitarbeiterentwicklung in wissenschaftlichen Bibliotheken bestimmen werden.
In den letzten 30 Jahren hat sich die Welt der Informationsspezialisten in einem bisher nicht gekannten Tempo verändert. Viele dieser Neuerungen und Veränderungen wurden von Bibliotheken auch aufgegriffen und für ihre Zwecke angepasst. Dieser Wandel hat sich durch den 2007 begonnenen wirtschaftlichen Abschwung sowie die zunehmende Digitalisierung unseres Lebens noch weiter beschleunigt. Mit den schwindenden Finanzmitteln und den Veränderungen bei den Kernaufgaben der Bibliothek müssen Bibliotheken auch Umgestaltungen an ihrer Organisation und die Stellenbesetzung vornehmen.

Welche Änderungen dies im Bereich des Personals sein könnten, wird anhand von aktuellen Beobachtungen in diversen Universitätsbibliotheken sowie aus der Fachliteratur abgeleitet. Die hier aufgeführten sechs Trends werden in der Reihenfolge ihres vermuteten Eintreffens von relativ sicher bis sehr spekulativ aufgelistet:

1. Trend: Es zeichnet sich ein Wandel bei dem Front-Auskunftsdienst ab. Hier werden in Zukunft anstelle von bibliothekarischen Fachkräften immer öfter Aushilfskräfte und Studenten tätig sein.

2. Trend: Der zweite Trend betrifft klassische Bibliotheksaufgaben wie Erwerbung, Katalogisierung, Zeitschriftenverwaltung, elektronische Informationsquellen und andere technische Dienstleistungen. Diese Arbeiten könnten in der Zukunft …

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