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09-2012

8. International Digital Curation Conference

[schema type="event" evtype="EducationEvent" url="http://www.dcc.ac.uk/events/idcc13" name="8th International Digital Curation Conference " description="Vom 14. bis 16. Januar 2013 findet in Amsterdam, die 8. International Digital Curation Conference (IDCC) statt. Das Tagungsmotto lautet "Infrastructure, Intelligence, Innovation: driving the Data Science agenda" und richtet sich an alle, die in irgendeiner Form Daten und Informationen erstellen und verwalten. " sdate="2013-01-14" stime="09:30...

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Wie verlässlich sind eigentlich kostenpflichtige Datenbanken?

Aktuell wird gerade in der Pressebranche fast verzweifelt nach dem richtigen Geschäftsmodell für die Online-Angebote von Zeitschriften und Zeitungen gesucht, wobei es hauptsächlich um die Frage geht, ob man die eigenen Artikel kostenpflichtig oder weiterhin kostenfrei ins Internet stellen soll. Oft und gerne wird dabei auch mit der größeren Zuverlässigkeit und Qualität von kostenpflichtigen Inhalten argumentiert. Eine ähnliche Diskussion findet man bei der Frage, ob User und/oder Informationsspezialisten bei der Recherche nach Informationen vorzugsweise auf die vermeintlich genaueren und umfassenderen kommerziellen Informationsanbieter zurückgreifen sollen. Kommerzielle Datenbankanbieter vermarkten sich dabei stets mit der Behauptung, dass sie einen Mehrwert gegenüber den kostenfreien Internetquellen aufweisen können. Der Mehrwert von diesen kostenpflichtigen Informationsangeboten beruht in erster Linie auf einer größeren Vollständigkeit der enthaltenen Angaben, einer schnelleren Aktualisierung der Datensätze, sowie allgemein einer besseren Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Inhalte. Soweit zumindest die seit Jahren weitverbreitete Meinung, nicht nur der Datenbankproduzenten selbst, sondern auch die von vielen Informationsspezialisten. Aber lässt sich dieser Mehrwert gegenüber Google und anderen Internetangeboten tatsächlich in der Praxis heute noch nachweisen? Genau dieser spannenden Frage nimmt sich der folgende Beitrag an. Untersucht wird konkret, ob professionelle Informationssucher aus dem Wirtschaftsbereich bei der Benutzung von kostenpflichtigen Ressourcen darauf vertrauen können, ob die enthaltenen Daten und Fakten aktuell und richtig sind.

Nachfolgend wird von den Autoren anhand der kommerziellen Datenbank „US New Business“ des zur Infogroup gehörenden Anbieters ReferenceUSA untersucht, ob die dort enthaltenen Inhalte ihrer beworbenen Zuverlässigkeit in der Realität auch gerecht werden. Bei der „US New Business“-Datenbank handelt es sich um eine Kontakt- und Adressdatenbank mit Angaben wie Telefonnummern, E-Mailadressen und Anzahl der Beschäftigten eines dort verzeichneten Unternehmens. Enthalten sind in diesem Verzeichnis ausschließlich Firmen, die in den USA neugegründet wurden und seit maximal einem Jahr existieren. Informationssuchende wie Rechercheure und Analysten können die dort enthaltenen Daten z.B. nutzen, um die Firmen in verschiedene Marktsegmente für Werbeaktionen zu unterteilen, eine Branchenanalyse anhand der Neugründungen zu erstellen oder Fragen zu beantworten wie „Wie hoch ist die Überlebensrate von neugegründeten Firmen?“ oder „Wie hoch ist das Wachstum von kleinen Unternehmen?“. Die Aktualität und Genauigkeit der Datenbankinhalte ist bei all diesen Auswertungen oder Analysen aber entscheidend, um sinnvolle und aussagekräftige Antworten erhalten zu können.

Unabhängig davon, wie der genaue Rechercheauftrag lautet, müssen diese kommerziellen Datenbanken also über die versprochene Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Datensätze verfügen. Ansonsten läuft jede darauf basierende Auswertung oder Nutzung ins Leere, bzw. liefert komplett falsche Untersuchungsresultate. In dem konkreten Untersuchungsbeispiel wird nun geprüft, wie die in diesem …

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Aktuelle Daten und Fakten zur Nutzung von Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist neben Facebook das Aushängeschild der sozialen Netzwerke bzw. soziale Medien. Wie sehen aber eigentlich die typischen Twitter-Nutzer aus, wie viel und worüber schreiben sie eigentlich? Eine neue Studie des Social Media Monitoring-Unternehmens Beevolve liefert einige interessante Hintergrundinformation zu den Nutzern von Twitter und ihrem Verhalten. Insgesamt wurden für diese Untersuchung 36 Mio. Tweets ausgewertet.Hier einige der wichtigsten Fakten aus...

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IT-Trends für 2013

Woran merkt man, nicht nur in Fachzeitschriften, dass sich das Jahr langsam zu Ende neigt? Nein, nicht daran, dass immer mehr Schneegestöber und Weihnachtsmänner auf den Titelblättern abgebildet werden, sondern an der inflationsartigen Veröffentlichung von Zusammenstellungen mit mehr oder weniger bahnbrechenden Trends und Top 10-Listen für das nächste Jahr. Auch wir wollen hier keine Ausnahme sein und präsentieren möglicherweise wichtige Trends für die Informationsbranche.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat eine Zusammenstellung mit den vielleicht 10 wichtigsten, strategischen IT-Trends für 2013 veröffentlicht. Gartner definiert „strategisch einflussreich“ in dem Sinn, dass sich diese Technologie in den nächsten drei Jahren in Unternehmen entscheidend durchsetzen könnte. Diese bedeutenden Technologien müssen nicht komplett neu sein, sondern ermöglichen im Prinzip denjenigen Unternehmen, die sie schon jetzt aufgreifen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die nächsten Jahre. Sie haben aber direkte Auswirkungen auf die IT dieser Organisationen und für diejenigen Unternehmen, die diese Gelegenheit zur Einführung ungenutzt verstreichen lassen und sie zu spät aufgreifen, eben entsprechende negative Folgen. Hier die Top 10-Liste dieser vermeintlich bedeutsamen, neuen Informationstechnologien, die man aus der Sicht von Gartner nicht verpassen sollte:

Krieg der mobilen Endgeräte
Bereits nächstes Jahr wird erwartet, dass mobile Endgeräte die herkömmlichen PCs als die am häufigsten genutzte Endgeräte für den Webzugang ablösen werden. Smartphones werden im Jahr 2015 einen Marktanteil von 80% bei allen verkauften Mobiltelefonen erreichen. So weit so gut, bzw. schon seit einiger Zeit bekannt. Für Organisationen hat dies aber weitreichende Auswirkungen auf ihre bisher meist in Form von Microsoft Windows betriebene IT-Infrastruktur. Bei den mobilen Endgeräten hat Microsoft mit seinem mobilen Betriebssystem lediglich einen Anteil von 20%. Und auch bis 2015 wird von Gartner erwartet, dass Microsoft trotz der neuen Windows 8-Plattform bei den Tablet-PCs nicht über den 3. Platz hinauskommen und weit hinter Googles Android und Apples iOS liegen wird. Da die Unternehmen aber ihre Kunden nicht zwingen können, auf Windows 8 zu wechseln, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die bestehende IT-Monokultur in vielen Organisationen in den nächsten Jahren zu Ende gehen wird. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Komplexität der umzustellenden IT-Infrastruktur, und erfordert auch einen erheblichen zusätzlichen Aufwand, da nun mehrere Plattformen betrieben werden müssen.

Mobile Apps und/oder HTML5
Aktuell ist der Markt für Unternehmen, um neue mobile Anwendungen zu entwickeln, sehr unübersichtlich. Gartner geht von 100 möglichen Tool-Anbietern aus, die für Unternehmen zur Auswahl stehen. So wird für die nächste Jahren auch nicht erwartet, dass sich hier ein einziges Werkzeug herausschält, das für alle möglichen mobilen Applikationen eingesetzt werden könnte. Erwartet wird aber, dass es einen langfristigen Wandel hin zu dem neuen Web-Standard HTML5 geben wird. Trotzdem dürften die bei Usern von mobilen Endgeräten so beliebten Apps nicht einfach verschwinden. Bei der Programmentwicklung müssen sich die Unternehmen in den nächsten Jahren verstärkt darauf konzentrieren, noch optimalere Anwendungen für die mit Berührung gesteuerten mobilen Endgeräte zu entwickeln. Auch die Apps müssen für eine größere Bandbreite von Endgeräten tauglich gemacht werden.

Personal Cloud
Die Cloud wird in Zukunft nicht nur in Unternehmen immer mehr zum Standard, sondern auch für den einzelnen privaten User wird sie zukünftig immer wichtiger werden. Über kurz oder lang erwartet Gartner, dass die Personal Cloud sogar den klassischen PC ersetzen wird. Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich darauf einstellen müssen, dass nicht mehr …

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Studie zur Wissensarbeit in Unternehmen

Wissensarbeiter werden für die Innovationskraft von Unternehmen immer wichtiger. Auch wenn es keine einheitliche Definition für diese speziellen Mitarbeiter gibt, zeichnen sich diese durch einen hohen Grad an Flexibilität bei Arbeitszeiten und Problemlösungen aus. Zudem handelt es sich meist um Mitarbeiter mit einer hochqualifizierten Ausbildung sowie einer großen Bereitschaft zur Weiterbildung. Eine gemeinsame Studie des Personaldienstleisters Hays, des Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC), der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement sowie der Kommunikationsspezialistin Silvia Hänig hat untersucht, welche Merkmale Wissensarbeiter haben und welche Anforderungen die Wissensarbeit an die Unternehmen stellt. Insgesamt wurden für die vorliegende Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens 309 Wissensarbeiter aus Deutschland befragt.

Die Umfrageteilnehmer zeichnen sich dadurch aus, dass sie hochqualifizierte Fachkräfte sind, über mindestens drei Jahre Berufserfahrung verfügen, eine Festanstellung besitzen sowie sich selbst als Wissensarbeiter bezeichnen. Nachfolgend einige interessante Erkenntnisse aus dieser Untersuchung:

Typische Merkmale für Wissensarbeit sind z.B. eine hohe Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Vernetzung über verschiedene Abteilungen hinweg. 87% der Umfrageteilnehmer halten dies für vollkommen oder überwiegend auf ihre Tätigkeit zutreffend. Weitere wichtige Kennzeichen sind die Einräumung von viel Gestaltungsraum, eine große Anzahl von projektorientierten Tätigkeiten, die Zusammenarbeit und Vernetzung auch über Unternehmensgrenzen hinweg, kaum vorhandene feste Regeln und Prozesse, Arbeitsaufgaben können unabhängig von Ort und Zeit erfüllt werden und die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit lösen sich immer mehr auf. Am wenigstens zutreffend für die Wissensarbeit ist die Ausführung von Routinearbeiten.
Wissensarbeiter bevorzugen es sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Um dies zu erreichen, sind sie auch bereit, das Unternehmen zu wechseln. Sie sind zudem der Meinung, dass ihre Position kaum durch andere Personen zu ersetzen ist und sie zudem aufgrund ihrer Qualifikation relativ einfach einen neuen Arbeitsplatz finden. Ein gewisser Widerspruch besteht bei den Wissensarbeitern, wenn es um die Erweiterung ihres eigenen Wissens geht. Sie bevorzugen es nämlich, sich dieses Wissen selbst anzueignen, anstatt sich mit anderen auszutauschen und zu vernetzen. Für die Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben wird die Vernetzung aber mit anderen Personen sehr…

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Nutzung von Social Bookmarks und Tags zur Evaluierung von Fachzeitschriften

Bis heute setzen Informationsspezialisten bei der Evaluierung von Zeitschriften, um deren Einfluss innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu messen, in erster Linie auf die Zitierungsanalyse. Auf Zitierungshäufigkeiten basierende Indikatoren wie der Impact-Faktor von Garfield werden oft als ausschließliches Kriterium eingesetzt, wenn Bibliotheken eine bestimmte Zeitschrift abonnieren, ob ein Autor in einer bestimmten Zeitschrift publiziert oder ob ein Forscher ein idealer Kandidat für eine ausgeschriebene Stelle ist. Dieser eindimensionale Ansatz missachtet aber andere Aspekte, die zum Ansehen einer Zeitschrift beitragen können. In diesem Beitrag werden alternative, multidimensionale Kennzahlen vorgestellt und untersucht, die man unter der Bezeichnung „Scientometrics 2.0“ zusammenfassen kann. Diese neue und erweiterte Analyse des wissenschaftlichen Einflusses erweitert die klassische Zeitschriftenszientometrie 1.0 mit zusätzlichen Kennzahlen aus dem sozialen Web und versucht so, eine umfassendere Messung des wissenschaftlichen Einflusses einer Fachzeitschrift zu liefern. Grundsätzlich geht es hierbei um den Einsatz von Crowdsourcing für den Peer-Review-Prozess. Dabei werden verschiedene aus dem Web bezogene Daten wie Tweets, Bookmarks oder Blogeinträge von Online-Plattformen wie soziale Netzwerke und Social Bookmarking-Dienste für eine vollständige Analyse der wissenschaftlichen Kommunikation beigezogen. Nachfolgend werden verschiedene multidimensionale Zeitschriftenauswertungs-Konzepte vorgestellt und diskutiert.

Web 2.0-Plattformen wie Delicious, YouTube, Flickr und LibraryThing haben in den letzten Jahren das Social Tagging (d.h. also: Dokumente werden durch die User mit frei gewählten Schlagworten versehen) populär gemacht. Diese Sammlungen von Tags, d.h. Folksonomies, haben die Indexierung von Inhalten und Dokumenten auf eine neue Stufe gehoben, denn sie geben die Sicht der User wieder. Wurden in Bibliotheken streng mittels kontrollierten Vokabulars Bücher und Artikel inhaltlich erschlossen, stellen die durch User erzeugten Tags eine neue Ebene von Metadaten dar, mit denen die Meinung der Nutzer zu Fachzeitschriften und einzelnen Beiträgen gemessen werden kann. Damit stehen grundsätzlich verschiedene Indexierungswege für Zeitschriften und Artikel zur Verfügung:

Die Indexierung durch den Autoren selbst
Die automatische Indexierung mittels extrahierter Begriffe aus der Informationsressource
Die Indexierung durch die Sprache des Users, also Folksonomies
Die Indexierung durch Informationsspezialisten, die dazu auf strukturierte Wissenssysteme wie Thesauri oder Klassifikationen zurückgreifen.
Ausgangspunkt der nachfolgenden multidimensionalen Bewertungsansätze für die Zeitschriftenevaluierung ist die Tatsache, dass die Relevanz und der Einfluss einer Fachzeitschrift auf …

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