Nachrichtenkonsum über soziale Medien nimmt weiter zu
Datum: 22. Juni 2016
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Aktuell kämpft das führende soziale Netzwerk Facebook bekanntlich mit dem Vorwurf, ihre Funktion "Trending Topics", also aktuelle und besonders viele Menschen interessierende Themen/Nachrichten zu manipulieren. Konkret wird Facebook vorgeworfen, gewisse Meldungen für Mitglieder mit einer konservativen Weltanschauung zurückzuhalten. Diese Nachrichten-Trends sind derzeit nur für Facebook-Nutzer in den USA verfügbar. Von daher mag es für viele Europäer etwas abstrakt klingen, wenn dieser Vorwurf in den USA große Wellen schlägt. Vergessen wird hierzulande, dass die Verteilung von Nachrichten über soziale Medien immer beliebter wird. Eine neue Studie des Pew Research Center belegt diesen fortschreitenden Wandel eindrücklich. Bereits 62 % der US-Bürger nutzen die Möglichkeit, sich über soziale Medien mit Nachrichten zu versorgen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet wird deutlich, dass der Vorwurf an Facebook, entsprechende Meldungen zu manipulieren, nicht einfach mit einem Schulterzucken erledigt ist. Facebook mit seinen Abermillionen Usern kann mit der Verbreitung von Nachrichten einen erheblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung in einem Land ausüben. Für Länder, die sich demokratischen Spielregeln verschrieben haben, ist dies eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Gefahr.

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