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Informationsspezialisten im 21. Jahrhundert

Datum: 13. November 2017
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Bibliotheken sind heute bekanntlich weit mehr als nur Lager- und Ausleihhallen für gedruckte Bücher. Informationseinrichtungen aller Art haben sich dem digitalen Wandel nicht verschlossen und nutzen schon lange die vielfältigen neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. Eine sichtbare Folge dieser Veränderung ist z. B. die abnehmende Bedeutung von Print-Büchern in Bibliotheken. Dieser Sachverhalt lässt sich gut an den ständig steigenden Ausgaben für elektronische Medien ablesen. Das eigene Informationsangebot verstärkt zu digitalisieren, ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Inzwischen hat sich die Informationslandschaft selbst einschlägig verändert. So haben die Bibliotheken ihr einstiges Quasi-Monopol zur Informationsversorgung längst verloren. Suchmaschinen, Informationsportale wie Wikipedia oder auch die Open-Access-Bewegung sind verantwortlich dafür, dass viele Nutzer im Internet-Zeitalter einen Bogen um Bibliotheken machen. Viele User glauben heute, sie seien eigenständig in der Lage, sich ausreichend mit Informationen zu versorgen. Dabei handelt es sich jedoch um einen folgenschweren Trugschluss. Die Frage stellt sich, welche Rolle können Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen trotzdem in dieser neuen Welt noch einnehmen?

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