Flut von Predatory Journals reißt nicht ab
Datum: 31. August 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Predatory Journals, d. h. unseriöse wissenschaftliche Zeitschriften, sind aus verschiedenen Gründen ein problematisches Phänomen. Solche Publikationen genügen nicht den üblichen wissenschaftlichen Standards, sie bringen keinen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und schaden dadurch der Wissenschaft allgemein bzw. auch dem Renommee derjenigen Forschenden, die versehentlich in solchen Zeitschriften publiziert haben. Zudem scheint sich die Anzahl solcher zweifelhaften Zeitschriften fortlaufend auszuweiten1, was es erschwert hier einen Überblick zu behalten. Zieht man die Predatory-Reports-Datenbank des Informationsanbieters Cabells heran, zeigt sich allein für die letzten vier Jahre ein schnelles Wachstum für solche Raubjournale. Zu Beginn des Jahres 2017 wurden in dieser Datenbank rund 4.000 solcher Pseudo-Wissenschaftsmagazine aufgeführt. Vier Jahre später sind über 10.000 neue Einträge hinzugekommen. In dem folgenden Beitrag wird versucht anhand der im Juni 2021 neu in der Datenbank von Cabells aufgenommenen Fake-Zeitschriften herauszufinden, ob und welche Trends es bei Raubverlagen und den von ihnen publizierten unseriösen Zeitschriften gibt. Außerdem werden noch wichtige Kriterien genannt, um wissenschaftliche Pseudo-Zeitschriften erkennen zu können. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass solche unseriösen Angebote nicht mehr ganz so einfach zu erkennen sind wie noch vor ein paar Jahren.

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