Digitale Abonnements werden von Zombies bedroht
Datum: 21. April 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Eine aktuelle Studie des Northwestern University’s Medill Spiegel Research Center zur Nutzung von digitalen Zeitungs- und Nachrichtenarchiven hat ergeben, dass die Abonnenten solcher Nachrichtenportale diese nur selten oder gar nicht nutzen. Knapp die Hälfte (49 %) der Abonnenten fallen in die Rubrik der sogenannten „Zombies“. Hier handelt es sich um inaktive Abonnenten, die die Websites, für die sie bezahlt haben, nicht einmal im Monat besuchen. Das mag sich erst einmal nicht wie ein großes Problem anhören, da die Abonnenten ja auch ohne Nutzung bezahlen. Mittel- bis langfristig ist das aber für die Nachrichtenbranche eine sehr bedenkliche Entwicklung, da so kaum ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Zukunft aufgebaut werden kann. Schließlich ist anzunehmen, dass die Zombies irgendwann ihre Abos doch kündigen werden. Der geringe Nutzungsgrad scheint somit für tieferliegende Probleme zu stehen.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

Das Telegramm ist nun (Kommunikations-)Geschichte

Am 31. Dezember 2022 hat die Deutsche Post die Ära des Telegramms beendet1. Manche werden vielleicht sagen, es sei höchste Zeit gewesen, diesen Dienst aus der analogen Zeit einzustellen; der Ursprung des Telegramms gehe schließlich schon auf das Jahr 1791 zurück, als...

Studie: Deutsche Medien sind keine Mainstream-Medien

Seit einigen Jahren werden die deutschen Medien gerade in den sozialen Medien oft als Mainstream-Medien beschimpft oder sogar als Lügenpresse verunglimpft. Eine kürzlich veröffentlichte Studie1 der Otto Brenner Stiftung (OBS), der Wissenschaftsstiftung der IG Metall,...