Digitale Abonnements werden von Zombies bedroht
Datum: 21. April 2021
Autor: Erwin König
Kategorien: Kurz notiert

Eine aktuelle Studie des Northwestern University’s Medill Spiegel Research Center zur Nutzung von digitalen Zeitungs- und Nachrichtenarchiven hat ergeben, dass die Abonnenten solcher Nachrichtenportale diese nur selten oder gar nicht nutzen. Knapp die Hälfte (49 %) der Abonnenten fallen in die Rubrik der sogenannten „Zombies“. Hier handelt es sich um inaktive Abonnenten, die die Websites, für die sie bezahlt haben, nicht einmal im Monat besuchen. Das mag sich erst einmal nicht wie ein großes Problem anhören, da die Abonnenten ja auch ohne Nutzung bezahlen. Mittel- bis langfristig ist das aber für die Nachrichtenbranche eine sehr bedenkliche Entwicklung, da so kaum ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Zukunft aufgebaut werden kann. Schließlich ist anzunehmen, dass die Zombies irgendwann ihre Abos doch kündigen werden. Der geringe Nutzungsgrad scheint somit für tieferliegende Probleme zu stehen.

...

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Jetzt Abo abschließen oder mit bestehendem Konto anmelden!

Mehr zum Thema:

OpenAI gibt ChatGPT ein Gedächtnis

OpenAI hat ChatGPT ein Langzeitgedächtnis gegeben, das persönliche Nutzerpräferenzen über Gespräche hinweg speichert. Diese Innovation steigert die Personalisierung, wirft jedoch viele Fragen zum Datenschutz auf. OpenAI hat eine bedeutende Aktualisierung für...

Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy

In einer Zeit, die von digitalen Medien dominiert wird, macht die Generation Z, geboren zwischen 1997 und 2012, eine bemerkenswerte Kehrtwende zurück zu physischen Büchern und Bibliotheken. Inmitten von Übersättigung und dem digitalen „Lärm” erlebt der Buchmarkt einen...