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Die Folgen digitaler Ablenkung für das Lesen

Datum: 29. Dezember 2022
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Die digitale Revolution hat zahlreiche positive Effekte für unser Leben gebracht: Das Internet hat für eine Demokratisierung der Informationsversorgung gesorgt und die Geschwindigkeit der Kommunikation und des Informationsaustauschs wurde erheblich beschleunigt und vereinfacht. Aber die Digitalisierung hat auch negative Seiten, beispielsweise den Information Overload, die ständige Erreichbarkeit und die digitale Ablenkung. In dem nachfolgend vorgestellten Beitrag1 wird das weitverbreitete Phänomen der digitalen Ablenkung unter dem Aspekt des elektronischen Lesens genauer untersucht. Das Lesen am Bildschirm beansprucht heute einen großen Teil unserer Zeit und das in praktisch allen Bereichen wie Freizeit, Schule/Studium oder Beruf. Vor allem da das Lesen an PC-Bildschirmen, Tablets, Smartphones, Wearables etc. heute mit der gleichzeitigen Internetnutzung einhergeht, wird offenkundig, dass in diesem Zusammenhang auch Multitasking eine wichtige Rolle spielt. Wie groß sind Ausmaß und Folgen der digitalen Ablenkung auf unsere eigentlichen Aufgaben und Beschäftigungen? Laut den Ergebnissen dieser Arbeit zeigen sich teilweise dramatische Folgen: Viele lassen sich durch die vielfältigen digitalen Quellen erheblich ablenken. Die Konzentrationsschwierigkeiten werden laut dieser Untersuchung durch weiteres Verhalten, wie das Multitasking, noch verstärkt. Besonders betroffen von diesem Phänomen der digitalen Ablenkungen sind jüngere Menschen wie Studierende, die häufig mittels Multitasking versuchen, den entstandenen Zeitverlust beim Lernen wieder auszugleichen. Doch das ist in der Regel keine erfolgversprechende Strategie, ganz im Gegenteil. Deshalb gehen viele Studierende dazu über, wieder öfter „analog“ zu lesen, d. h. sie bevorzugen das Lesen gedruckter Texten beim Lernen.

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