Der (unbekannte) Wert von Information
Datum: 7. Januar 2016
Autor: Erwin König
Kategorien: Fachartikel

Schon seit etlichen Jahren wird von Informationen/Daten als dem Öl des 21. Jahrhunderts gesprochen. Informationen sind ohne Frage ein wichtiger Wert für jedes Unternehmen. Soweit herrscht allgemein sicher Übereinstimmung. Aus dieser Betrachtungsweise heraus ist es umso erstaunlicher, dass der Begriff der "Information" nicht als Definition oder als Vermögenswert in der Unternehmensbilanz auftaucht. Tatsache ist nämlich, dass praktisch alles, was wir geschäftlich (oder auch privat) tun, in irgendeiner Form Informationen einschließt oder auf ihnen beruht. So basieren und unterstützen Informationen die Geschäftsentscheidungen für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und vieles mehr. Unternehmen versuchen gleichzeitig, aus den wachsenden Daten- und Informationsmengen immer mehr Erkenntnisse zu gewinnen sowie auch Risiken zu identifizieren. Trotz dieser Omnipräsenz und ungeheuren Relevanz der Information finden sich z.B. in den Definitionen für immaterielle Vermögensgegenstände nur selten explizite Erwähnungen des Begriffs "Information". So erwähnt weder die englischsprachige noch die deutsche Ausgabe der Wikipedia in ihrer Begriffsdefinition für "Intangible Assets" (oder deutsch "immaterielle Vermögensgegenstände") den Ausdruck "Information“. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie es möglich ist, dass so etwas Wichtiges und Offensichtliches wie die Information im Kontext der Vermögenswerte nicht zur Sprache kommt?



Schon seit etlichen Jahren wird von Informationen/Daten als dem Öl des 21. Jahrhunderts gesprochen. Informationen sind ohne Frage ein wichtiger Wert für jedes Unternehmen. Soweit herrscht allgemein sicher Übereinstimmung. Aus dieser Betrachtungsweise heraus ist es umso erstaunlicher, dass der Begriff der „Information“ nicht als Definition oder als Vermögenswert in der Unternehmensbilanz auftaucht. Tatsache ist nämlich, […]

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