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Kategorie

Kurz notiert

KI und Journalismus: Neue Machtverschiebungen im Markt für Nachrichteninhalte

In einem aktuellen Beitrag von Klaudia Jaźwińska in der Zeitschrift „Columbia Journalism Review“ wird deutlich, wie stark sich der Konflikt zwischen Nachrichtenmedien und KI-Unternehmen zuspitzt. Zwischen milliardenschweren Klagen und neuen Lizenzmodellen entsteht ein unübersichtlicher Markt, der die wirtschaftliche Zukunft journalistischer Inhalte im KI-Zeitalter maßgeblich prägen dürfte.  Die Auseinandersetzung um die Nutzung journalistischer Inhalte durch KI-Systeme erfährt eine...

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Print ist tot, es lebe Print!

Digitale Formate wie E-Books und Hörbücher haben seit Jahren wachsende Nutzer:innenzahlen, doch der Verkauf gedruckter Bücher bleibt stabil. Nach Angaben australischer Verlage dominierten Printausgaben zuletzt deutlich den Buchmarkt. Dieser Trend hält an, obwohl seit Jahrzehnten immer wieder das Ende des gedruckten Buches prognostiziert wird. Selbst frühe Kritiker:innen der Printkultur wie der Journalist Jeff Jarvis haben ihre Position inzwischen revidiert. Beth Driscoll hat darüber auf der...

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Daten oder Untergang: Elsevier-Chef Y.S. Chi über die Zukunft des Publizierens

„Kein Verlag wird fünf Jahre überleben, wenn er keine Daten hat“, warnte Youngsuk Y.S. Chi, Chairman von Elsevier und Director von RELX, auf der Sharjah Publishers Conference. In einem Beitrag für „Publishers Weekly“ von Ed Nawotka wird beschrieben, wie er die Branche auffordert, Datenkompetenz und technologische Transformation endlich als Überlebensfrage zu begreifen.  Y.S. Chi, Chairman von Elsevier und Mitglied des Board of Directors von RELX, formulierte in Sharjah eine drastische...

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Wenn Lesen zur Pose wird

Auf TikTok und Instagram ist das Buch längst mehr als ein Medium zum Lesen. Es ist zum Accessoire geworden, zum Symbol für Intellekt und Stil. In ihrem Beitrag für „The Independent“ beschreibt Olivia Petter, wie das sogenannte „performative reading“ das Verhältnis zum Buch verändert. Lesen wird zunehmend zur ästhetischen Selbstdarstellung, beeinflusst den Buchmarkt und eröffnet zugleich neue Chancen für Bibliotheken und Secondhand-Plattformen.  Was früher als private, stille Tätigkeit...

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Bibliotheken öffnen ihre Archive für das KI-Zeitalter

Die Harvard University und große Öffentliche Bibliotheken in den USA stellen derzeit historische Buchbestände für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz zur Verfügung. Fast eine Million Werke aus sechs Jahrhunderten, von koreanischen Handschriften aus dem 15. Jahrhundert bis zu englischsprachigen Klassikern des 19. Jahrhunderts, werden digitalisiert, um als Trainingsdaten für Sprachmodelle zu dienen. Unterstützt wird das Projekt von Microsoft und OpenAI, die „öffentliche Wissensquellen“...

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Fortbildung in Bibliotheken

In vielen Bibliotheken gehören Fortbildungsprogramme noch immer lediglich zum Pflichtprogramm. Sie dienen häufig der Zertifizierung, der Qualifizierung oder dem Nachweis kontinuierlicher Kompetenzentwicklung. Was dabei oft zu kurz kommt, sind die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeitenden. In seinem Beitrag „Professional Development Is a Wellness Program“, erschienen im „American Libraries Magazine“, plädiert Donald W. Crankshaw für einen Perspektivwechsel: Berufliche...

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Wenn wir Bücher entwerten, entwerten wir die Zukunft

Seit Jahrzehnten wird der Buchbranche ihr Untergang vorhergesagt: Die Menschen läsen nicht mehr, heißt es. Doch trotz Fernsehen, Internet und Social Media lesen sie weiterhin. Was sich jedoch verändert hat, ist der gesellschaftliche Wert, den wir dem Lesen und der Kunst insgesamt beimessen. In ihrem Essay „When We Devalue Art (Books!) We Devalue the Future“ warnt die US-Autorin Maris Kreizman vor den kulturellen Folgen einer Entwicklung, die durch Künstliche Intelligenz noch beschleunigt...

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Vergessenes Wissen auf Disketten: Cambridge rettet digitale Geschichte

In der BBC berichtet Christian Kriticos über das Projekt „Future Nostalgia“ der Cambridge University Library, das digitale Daten von alten Disketten rettet, bevor sie für immer verloren gehen.  In den Magazinen der traditionsreichen Cambridge University Library lagern unzählige Schätze der Wissenschaftsgeschichte: Briefe von Isaac Newton, Notizbücher von Charles Darwin, der Nash-Papyrus aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Doch ein neuer Archivtyp stellt die Bibliothek vor ganz andere...

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Europas Bibliotheken im Visier von Kunstraub

Zwischen 2022 und 2023 verschwanden in ganz Europa bis zu 170 seltene Erstausgaben russischer Klassiker, vor allem von Alexander Puschkin. Die Täter:innen agierten mit falschen Identitäten, ersetzten Originale durch einfache Attrappen und nutzten Sicherheitslücken in historischen Sammlungen. Ermittlungen deuten auf ein loses internationales Netzwerk hin, doch viele Fragen bleiben offen.  Von Riga bis München, von Helsinki bis Lyon, der europaweite Diebstahl seltener Bücher gilt als...

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Nach dem Aus von Baker & Taylor: US-Bibliotheken suchen neue Buchgroßhändler

Die überraschende Schließung des traditionsreichen Bibliotheksgroßhändlers Baker & Taylor sorgt in den USA für Unruhe. Öffentliche Bibliotheken müssen ihre Beschaffungssysteme neu organisieren, und Amazon wittert eine Chance, in den Markt einzusteigen.  Mit dem angekündigten Ende von Baker & Taylor, dem größten Buchgroßhändler für US-Bibliotheken, steht ein zentraler Pfeiler der amerikanischen Buchlogistik vor dem Aus. Bibliotheken im ganzen Land suchen nun händeringend nach...

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