WissKom 2016

Ausgabe 4-2016

Vom 14. bis 16. Juni 2016 findet in Jülich die 7. Konferenz der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich, die WissKom 2016, statt. Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Konferenz stehen das moderne Bibliothekswesen und die zeitgemäße Informationsvermittlung. Nimmt der Anteil von Open Access-Zeitschriften in den nächsten Jahren weiter zu, verliert die klassische Aufgaben von Bibliotheken lizenzierte, wissenschaftliche Fachartikel und Zeitschriften bereitzustellen, fortlaufend an Bedeutung. Welchen neuen Aufgabengebieten sollten sich Informationseinrichtungen dann zuwenden? Vorgeschlagen wird in diesem Zusammenhang oft, den Publikationsprozess der Wissenschaftler enger zu begleiten. Also, nicht mehr die Endvermittlung der „fertigen" Publikation an die Benutzer steht im Vordergrund, sondern die Arbeit im direkten Kontakt mit den wissenschaftlichen Autoren. Aber ist die Begleitung des gesamten Publikationsprozesses der Forscher überhaupt eine zeitgerechte Aufgabe für Bibliotheken? Im Rahmen der WissKom 2016 wird diskutiert, welche technischen und administrativ-strukturellen Voraussetzungen hierfür zuerst geschaffen werden müssen. Die diesjährige WissKom widmet sich dabei im einzelnen folgenden Themen: Wandel im Publikationsprozess, Nachweissysteme, Repositorien, Green Open Access, Forschungsdaten und Wissenschaftsevaluierungen.

Das Veranstaltungsprogramm bietet u.a. folgende Vorträge, Sessions und Podiumsdiskussionen:

Dienstag, 14. Juni 2016

  • 15.00 – 16.30 Uhr Wandel im Publikationsprozess

    Dr. Bernhard Mittermaier (Forschungszentrum Jülich): „Gold Open Access verändert Bibliotheken – ein Call-To-Action"

    Dr. Alexander Wagner (DESY): „Publizieren ist nicht genug"

Mittwoch, 15. Juni 2016

  • 9.30 – 11.00 Uhr Nachweissysteme
    Annette Polly (MRI), Ariane Streicher (HeBIS, CIB): „Autorenidentifikation als (neues) Aufgabengebiet für wissenschaftliche Spezialbibliotheken"
    Sandra Geisler, Christoph Quix, Rihan Hai (RWTH Aachen): „Recommender System für Projektkollaborationen basierend auf wissenschaftlichen Publikationen und Patenten"

  • 11.30 – 13.00 Uhr Repositorien
    Jan B. Weiland, Ralf Flohr (ZBW): „Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft – Die Rolle der ZBW als Infrastrukturdienstleister"
    Birte Lindstädt (ZB MED): „Fachrepositorium Lebenswissenschaften – Ausbau des Repositoriums zur Publikation von Forschungsdaten"

  • 16.00 – 17.30 Uhr Green Open Access
    Markus Putnings (UB FAU), Thomas Dierkes (KOBV): „DeepGreen – Entwicklung eines rechtssicheren Workflows zur effizienten Umsetzung der Open-Access-Komponente in den Allianz-Lizenzen für die Wissenschaft"

Donnerstag, 16. Juni 2016

  • 9.30 – 10.30 Uhr Forschungsdaten
    Dagmar Sitek (DKFZ): „Serviceleistungen der Bibliothek des Deutschen Krebsforschungszentrums im Bereich Forschungsdatenmanagement"

  • 13.30 – 14.30 Uhr Wissenschaftsevaluierung
    Marco Tullney (TIB): „Wie messen wir unseren Open-Access-Anteil?"

  • 14.30 – 15.30 Uhr
    Podiumsdiskussion auf Basis der Vorträge
    Was muss die Bibliothekscommunity aktiv tun um den Transformationsprozess im wissenschaftlichen Publikationswesen aktiv zu gestalten?

Weitere Infos zu dieser http://www.fz-juelich.de/zb/DE/UeberUns/Tagungen/wisskom2016/wisskom2016_node.html

Schlagwörter: Bibliotheken, Forschungsdaten, Informationsvermittlung, Konferenz, Publikationsprozess, Repositorien

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