Technologie-Trends

Ausgabe 3/2012

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Das US-amerikanische Beratungsunternehmen Grubb & Ellis hat ein Papier von vielversprechenden und zukunftsträchtigen Technologien zusammengestellt, die unser Arbeits- und Privatleben in den nächsten Jahren entscheidend verändern sollen. Einige der vorgestellten Technologien sind zwar nur für die industrielle Produktion von Interesse. Trotzdem gibt es in dieser Liste zahlreiche neue spannende Entwicklungen, die durchaus auch für Informationsspezialisten eine gewisse Bedeutung bekommen könnten.

Zu den zukunftsweisenden Technologien werden u.a. gezählt:

  • Personal Cloud

Unter der "persönlichen Wolke" wird nicht ein bestimmter (Cloud-)Dienst verstanden. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein umfassendes Bündel an cloudbasierten Diensten, die es dem einzelnen User und Unternehmen ermöglicht, sich von den Restriktionen derzeitiger Rechner zu lösen. Dieses Konzept erlaubt es, unabhängig von dem verwendeten Endgerät und von dem eigenen Standort, auf alle benötigten Daten und Anwendungen zuzugreifen und diese bearbeiten zu können. Die Personal Cloud geht also weit über eine bloße Speicherung von Daten in der Wolke hinaus. Von daher sehen viele in der Personal Cloud den Nachfolger des PCs, was aber nicht korrekt ist. Um solche Cloud-Dienste nutzen zu können, benötigt ein User immer noch ein Zugriffsgerät, und dabei ist es gleichgültig, ob es sich um ein Smartphone, ein Notebook oder eben einen PC handelt. Von daher erweitert die Personal Cloud nur die bestehenden Zugriffsgeräte, verdrängt sie aber nicht.

In Deutschland liest man zurzeit in vielen Medien und Blogs, dass das Thema Cloud Computing nur ein weiteres Modethema der IT-Branche sei. Wer das behauptet, versteht im Kern nicht, welche Vorteile diese neue Möglichkeit zur dezentralen Verwaltung von Inhalten, Software und Hardware bietet. Natürlich darf man die gerne und auch zu Recht erwähnten Sicherheits- und datenschutzrechtlichen Probleme nicht unberücksichtigt lassen. Und es ist richtig, dass Cloud Computing auch keine vorgefertigten Lösungen von der Stange bietet, die man nur einfach auswählen muss. Wer aber eine flexible und kostengünstige IT-Infrastruktur haben will, wird um die digitalen Wolken nicht herumkommen.

  • Mobile Druckfunktionen

Diese Technologie erlaubt es Usern, etwa von ihrem Smartphone zu drucken, gleichgültig wo sie sich gerade aufhalten. Der offensichtliche Vorteil dieser Technologie liegt auf der Hand, d.h. man muss keine Dokumente mehr mit sich herumtragen, sondern druckt sie vor Ort im Fall des Falles einfach aus. Ausreden wie "Den Vertrag XY habe ich vergessen" werden dann der Vergangenheit angehören.

  • 3D-Drucker

3D-Drucker funktionieren im Prinzip wie herkömmliche Drucker. Allerdings fügen sie noch eine weitere Ebene hinzu, so dass ein Ausdruck/Objekt dreidimensional wird. Als "Druckpapier" kommt aber nicht ein Blatt Papier zum Einsatz, sondern Werksstoffe wie Metall oder Kunststoff. Einsatzgebiet für dreidimensionale Drucker sind z.B. die Maschinen- oder Kunststoffbranche, wo diese für die Herstellung von Modellen verwendet werden. 3D-Drucker sind in der Industrie bereits seit langer Zeit im Einsatz. Mit fallenden Herstellungspreisen dürften in Zukunft diese Drucker aber auch immer öfter im Dienstleistungssektor sowie im Privatbereich zur Anwendung kommen.

  • Kiosk Interaction

Bei dieser Technologie handelt es sich, im Vergleich zur traditionellen User-PC-Schnittstelle mit Maus und Tastatur, um eine automatisierte und vereinfachte Bedienmöglichkeit. Dies beinhaltet neben der berührungsempfindlichen Navigation mit einem Finger auch Sensor-Technologien, die z.B. bestimmte Daten des Users, wie Gesichtsausdruck oder Bewegungen, erfassen können. Für Bibliotheken verspricht diese Technologie sehr interessant zu werden, da mit dieser z.B. flexiblere automatische Auskunftsstationen möglich sind.

  • Selbstschreibende Maschinen

In der letzten Ausgabe dieses Newsletters wurde diese Technologie bereits vorgestellt. Grundsätzlich wird darunter ein Programm verstanden, dass in der Lage ist, bestimmte Daten und Informationen zu zusammenhängenden Sätzen zu formulieren.

  • Biegbare Monitore

Verformbare Bildschirme sind so etwas wie das elektronische Papier der Zukunft. Sie bieten den Vorteil, sich an die jeweilige Unterlage anpassen zu können. Zudem sind sie natürlich sehr dünn, verbrauchen wenig Strom und sind durch ihre Biegsamkeit sehr robust. Gerade in Verbindung mit mobilen Anwendungen dürften biegbare Displays den Massenmarkt erobern.

  • Zensurtechnologien

Neue Filtermethoden erlauben es Internetdiensten, gewisse Informationen z.B. für bestimmte Länder zu sperren. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat im Januar dieses Jahres angekündigt, solch eine Technologie einsetzen zu wollen, um Tweets auf Länderbasis zu filtern, oder sagen wir eher, zu blockieren und zu zensieren. Nicht verwunderlich stößt dieses Vorhaben in der Internetgemeinde auf wenig Verständnis. Wie wäre der arabische Frühling überhaupt möglich gewesen, wenn soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook solche Zensur-Technologien zu dieser Zeit angewendet hätten? Das zeigt, dass Filtertechnologien auch immer ein gewisses Risiko bergen, wichtige Informationen auszuklammern und zu übersehen, selbst wenn sie nicht politisch motiviert sind,

  • Weitere interessante Technologien

Ergänzend zu dieser Liste sei auch auf eine aktuelle Ankündigung von dem führenden Suchmaschinenbetreiber Google hingewiesen. Dieser hat eine digitale Brille entwickelt, die zukünftig Smartphones ersetzen soll. Gesteuert wird dieses Gerät mittels Sprachbefehlen. Mit dieser Erfindung will Google die Technologie der Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) voranbringen. Die Vorteile dieser Technologie liegen auf der Hand. So kann man vor Ort, wenn man etwa vor einem Gebäude steht, sich die entsprechenden Infos zu diesem Haus aus dem Internet anzeigen lassen. Ob sich das durchsetzen wird? Ist zwar eine schöne Idee, aber wohl noch nicht praxistauglich. Allgemein ist die Steuerung von Computern per Sprachsteuerung noch nicht in großen Massen bei den Endusern angekommen, obwohl es diese Technologie bereits seit Jahren gibt. Wie bei vielen technologischen Neuerungen unserer Zeit steht auch hier die Science Fiction Serie Star Trek (dt. „Raumschiff Enterprise“) Pate, wo man dem Computer des Raumschiffs einfach Fragen gestellt hat und diese (meist) umgehend beantwortet kriegt. Wer selbst einmal einen PC mittels Spracheingabe bedient hat, weiß aber um die hohe Einarbeitungs- und Umgewöhnungszeit, die solch eine Software erfordert. Trotzdem dürfte die Sprachsteuerungstechnologie von Endgeräten in den nächsten 10 Jahren sicher gute Chancen haben sich durchsetzen. Ob sich Augmented Reality-Spielereien gerade in Brillenform durchsetzen werden, dürfte dagegen eher zweifelhaft sein.

Die in der Liste aufgeführten Technologien sind aber alles andere als Science Fiction, sondern sind im kleinen oder größeren Rahmen bereits alle real verfügbar und anwendbar. Welche dieser Technologien sich schlussendlich auf dem breiten Massenmarkt durchsetzen kann, ist aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen. Grundsätzlich ist es einfach wichtig, sich rechtzeitig mit diesen Technologien vertraut zu machen. Dazu gehört für Informationsspezialisten im Notfall, z.B. bei eingesetzten Zensurfiltern, auch Wege zu kennen, um solche Beschränkungen (auf legalem Weg, versteht sich) zu umgehen, um gewünschte Inhalte und Informationen für seine User trotzdem bereitstellen zu können.

Quellen:

Blum, Jonathan: “10 Tech Trends Defining the Future of Small Business”; in: Entrepreneur, Meldung vom 26. Januar 2012, online abrufbar unter http://www.entrepreneur.com/article/222592

Das US-amerikanische Beratungsunternehmen Grubb & Ellis hat ein Papier von vielversprechenden und zukunftsträchtigen Technologien zusammengestellt, die unser Arbeits- und Privatleben in den nächsten Jahren entscheidend verändern sollen. Einige der vorgestellten Technologien sind zwar nur für die industrielle Produktion von Interesse. Trotzdem gibt es in dieser Liste zahlreiche neue spannende Entwicklungen, die durchaus auch für Informationsspezialisten eine gewisse Bedeutung bekommen könnten.

Zu den zukunftsweisenden Technologien werden u.a. gezählt:

  • Personal Cloud

Unter der "persönlichen Wolke" wird nicht ein bestimmter (Cloud-)Dienst verstanden. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein umfassendes Bündel an cloudbasierten Diensten, die es dem einzelnen User und Unternehmen ermöglicht, sich von den Restriktionen derzeitiger Rechner zu lösen. Dieses Konzept erlaubt es, unabhängig von dem verwendeten Endgerät und von dem eigenen Standort, auf alle benötigten Daten und Anwendungen zuzugreifen und diese bearbeiten zu können. Die Personal Cloud geht also weit über eine bloße Speicherung von Daten in der Wolke hinaus. Von daher sehen viele in der Personal Cloud den Nachfolger des PCs, was aber nicht korrekt ist. Um solche Cloud-Dienste nutzen zu können, benötigt ein User immer noch ein Zugriffsgerät, und dabei ist es gleichgültig, ob es sich um ein Smartphone, ein Notebook oder eben einen PC handelt. Von daher erweitert die Personal Cloud nur die bestehenden Zugriffsgeräte, verdrängt sie aber nicht.

In Deutschland liest man zurzeit in vielen Medien und Blogs, dass das Thema Cloud Computing nur ein weiteres Modethema der IT-Branche sei. Wer das behauptet, versteht im Kern nicht, welche Vorteile diese neue Möglichkeit zur dezentralen Verwaltung von Inhalten, Software und Hardware bietet. Natürlich darf man die gerne und auch zu Recht erwähnten Sicherheits- und datenschutzrechtlichen Probleme nicht unberücksichtigt lassen. Und es ist richtig, dass Cloud Computing auch keine vorgefertigten Lösungen von der Stange bietet, die man nur einfach auswählen muss. Wer aber eine flexible und kostengünstige IT-Infrastruktur haben will, wird um die digitalen Wolken nicht herumkommen.

  • Mobile Druckfunktionen

Diese Technologie erlaubt es Usern, etwa von ihrem Smartphone zu drucken, gleichgültig wo sie sich gerade aufhalten. Der offensichtliche Vorteil dieser Technologie liegt auf der Hand, d.h. man muss keine Dokumente mehr mit sich herumtragen, sondern druckt sie vor Ort im Fall des Falles ...

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