Studie zur Wissensarbeit in Unternehmen

Ausgabe 9/2012



Wissensarbeiter werden für die Innovationskraft von Unternehmen immer wichtiger. Auch wenn es keine einheitliche Definition für diese speziellen Mitarbeiter gibt, zeichnen sich diese durch einen hohen Grad an Flexibilität bei Arbeitszeiten und Problemlösungen aus. Zudem handelt es sich meist um Mitarbeiter mit einer hochqualifizierten Ausbildung sowie einer großen Bereitschaft zur Weiterbildung. Eine gemeinsame Studie des Personaldienstleisters Hays, des Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC), der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement sowie der Kommunikationsspezialistin Silvia Hänig hat untersucht, welche Merkmale Wissensarbeiter haben und welche Anforderungen die Wissensarbeit an die Unternehmen stellt. Insgesamt wurden für die vorliegende Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens 309 Wissensarbeiter aus Deutschland befragt.

Die Umfrageteilnehmer zeichnen sich dadurch aus, dass sie hochqualifizierte Fachkräfte sind, über mindestens drei Jahre Berufserfahrung verfügen, eine Festanstellung besitzen sowie sich selbst als Wissensarbeiter bezeichnen. Nachfolgend einige interessante Erkenntnisse aus dieser Untersuchung:

Typische Merkmale für Wissensarbeit sind z.B. eine hohe Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Vernetzung über verschiedene Abteilungen hinweg. 87% der Umfrageteilnehmer halten dies für vollkommen oder überwiegend auf ihre Tätigkeit zutreffend. Weitere wichtige Kennzeichen sind die Einräumung von viel Gestaltungsraum, eine große Anzahl von projektorientierten Tätigkeiten, die Zusammenarbeit und Vernetzung auch über Unternehmensgrenzen hinweg, kaum vorhandene feste Regeln und Prozesse, Arbeitsaufgaben können unabhängig von Ort und Zeit erfüllt werden und die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit lösen sich immer mehr auf. Am wenigstens zutreffend für die Wissensarbeit ist die Ausführung von Routinearbeiten.
Wissensarbeiter bevorzugen es sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Um dies zu erreichen, sind sie auch bereit, das Unternehmen zu wechseln. Sie sind zudem der Meinung, dass ihre Position kaum durch andere Personen zu ersetzen ist und sie zudem aufgrund ihrer Qualifikation relativ einfach einen neuen Arbeitsplatz finden. Ein gewisser Widerspruch besteht bei den Wissensarbeitern, wenn es um die Erweiterung ihres eigenen Wissens geht. Sie bevorzugen es nämlich, sich dieses Wissen selbst anzueignen, anstatt sich mit anderen auszutauschen und zu vernetzen. Für die Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben wird die Vernetzung aber mit anderen Personen sehr…

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