IT-Trends für 2013

Ausgabe 9/2012



Woran merkt man, nicht nur in Fachzeitschriften, dass sich das Jahr langsam zu Ende neigt? Nein, nicht daran, dass immer mehr Schneegestöber und Weihnachtsmänner auf den Titelblättern abgebildet werden, sondern an der inflationsartigen Veröffentlichung von Zusammenstellungen mit mehr oder weniger bahnbrechenden Trends und Top 10-Listen für das nächste Jahr. Auch wir wollen hier keine Ausnahme sein und präsentieren möglicherweise wichtige Trends für die Informationsbranche.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat eine Zusammenstellung mit den vielleicht 10 wichtigsten, strategischen IT-Trends für 2013 veröffentlicht. Gartner definiert „strategisch einflussreich“ in dem Sinn, dass sich diese Technologie in den nächsten drei Jahren in Unternehmen entscheidend durchsetzen könnte. Diese bedeutenden Technologien müssen nicht komplett neu sein, sondern ermöglichen im Prinzip denjenigen Unternehmen, die sie schon jetzt aufgreifen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die nächsten Jahre. Sie haben aber direkte Auswirkungen auf die IT dieser Organisationen und für diejenigen Unternehmen, die diese Gelegenheit zur Einführung ungenutzt verstreichen lassen und sie zu spät aufgreifen, eben entsprechende negative Folgen. Hier die Top 10-Liste dieser vermeintlich bedeutsamen, neuen Informationstechnologien, die man aus der Sicht von Gartner nicht verpassen sollte:

Krieg der mobilen Endgeräte
Bereits nächstes Jahr wird erwartet, dass mobile Endgeräte die herkömmlichen PCs als die am häufigsten genutzte Endgeräte für den Webzugang ablösen werden. Smartphones werden im Jahr 2015 einen Marktanteil von 80% bei allen verkauften Mobiltelefonen erreichen. So weit so gut, bzw. schon seit einiger Zeit bekannt. Für Organisationen hat dies aber weitreichende Auswirkungen auf ihre bisher meist in Form von Microsoft Windows betriebene IT-Infrastruktur. Bei den mobilen Endgeräten hat Microsoft mit seinem mobilen Betriebssystem lediglich einen Anteil von 20%. Und auch bis 2015 wird von Gartner erwartet, dass Microsoft trotz der neuen Windows 8-Plattform bei den Tablet-PCs nicht über den 3. Platz hinauskommen und weit hinter Googles Android und Apples iOS liegen wird. Da die Unternehmen aber ihre Kunden nicht zwingen können, auf Windows 8 zu wechseln, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die bestehende IT-Monokultur in vielen Organisationen in den nächsten Jahren zu Ende gehen wird. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Komplexität der umzustellenden IT-Infrastruktur, und erfordert auch einen erheblichen zusätzlichen Aufwand, da nun mehrere Plattformen betrieben werden müssen.

Mobile Apps und/oder HTML5
Aktuell ist der Markt für Unternehmen, um neue mobile Anwendungen zu entwickeln, sehr unübersichtlich. Gartner geht von 100 möglichen Tool-Anbietern aus, die für Unternehmen zur Auswahl stehen. So wird für die nächste Jahren auch nicht erwartet, dass sich hier ein einziges Werkzeug herausschält, das für alle möglichen mobilen Applikationen eingesetzt werden könnte. Erwartet wird aber, dass es einen langfristigen Wandel hin zu dem neuen Web-Standard HTML5 geben wird. Trotzdem dürften die bei Usern von mobilen Endgeräten so beliebten Apps nicht einfach verschwinden. Bei der Programmentwicklung müssen sich die Unternehmen in den nächsten Jahren verstärkt darauf konzentrieren, noch optimalere Anwendungen für die mit Berührung gesteuerten mobilen Endgeräte zu entwickeln. Auch die Apps müssen für eine größere Bandbreite von Endgeräten tauglich gemacht werden.

Personal Cloud
Die Cloud wird in Zukunft nicht nur in Unternehmen immer mehr zum Standard, sondern auch für den einzelnen privaten User wird sie zukünftig immer wichtiger werden. Über kurz oder lang erwartet Gartner, dass die Personal Cloud sogar den klassischen PC ersetzen wird. Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich darauf einstellen müssen, dass nicht mehr …

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