Internet-Trends 2012

Ausgabe 5/2012

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include('iparray.php');
$fil = new IPFilter($filter);
if (current_user_can("access_s2member_level1") || $fil -> check($_SERVER[‘REMOTE_ADDR’])){ ?>Die frühere Morgan Stanley-Analystin und jetzige Partnerin von Kleiner Perkins Caufield Byers (KPCB), Mary Meeker, hat im Rahmen der D10 Conference auch in diesem Jahr ihren Bericht zur Lage und den wichtigsten Trends des Internets präsentiert. Die D10 ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung mit den Größen der IT-Welt und wird von dem IT-Blog des Wall Street Journals, AllThingsD, organisiert. Wie gewohnt enthält dieser Bericht eine Vielzahl von Daten und Fakten. Der wichtigste Trend ist vielleicht das weitere Wachstum des mobilen Internets. Dieses steht erst am Anfang und wird in Zukunft dazu führen, dass wir in den Industrieländern mit allgegenwärtigen, mobien Breitbandverbindungen versorgt sein werden. Für den Konsumenten erfreuliche Begleiterscheinung ist ein Rückgang bei den Preisen für mobile Endgeräte und beim Internetzugang.

Nachfolgend einige wichtige Auszüge und Aussagen aus den umfangreichen Internet-Statistiken:

  • Das globale Wachstum bei den Internetusern 2011 lässt gegenüber 2010 zwar spürbar nach, ist aber trotzdem noch stabil. Neue Userzuwächse  gibt es in aber erster Linie in den Schwellenländern.  China hat nicht nur die weltweit meisten Internetuser (513 Mio.), sondern im Zeitraum 2008 bis 2011 auch die meisten neuen Internetnutzer (+215 Mio. User) hinzugewonnen.  Allein 2011 haben zusätzliche 54 Millionen Chinesen einen Internetzugang erhalten und nutzen können. Dahinter folgen Indien (gesamt 121 Mio. User, 2008 bis 2011: +69 Mio. User), Indonesien  (gesamt 55. Mio. User, 2008-2011: +37 Mio. Nutzer), Philippinen, Nigeria, Mexiko, Russland, USA, Iran und die Türkei. Weltweit beträgt die Zunahme bei den Internetnutzern 2011 8%. Insgesamt gibt es global 2,25 Mrd. Internetuser, was bedeutet, dass knapp ein Drittel (32%) aller Erdenbürger inzwischen das Internet nutzen.
  • Das mobile Internet findet gemessen an der Gesamtzahl von mobilen Endgerät-Nutzern noch nicht die Verbreitung wie das Festnetzinternet. Die Marktdurchdringung liegt global bei 18% (2010: 17%), d.h. 1,098 Mrd. Menschen (Vorjahr: 936  Mio.) nutzen inzwischen 3G-Abonnements. Das Wachstum beim mobilen Internet ist aber mit 37% im Jahr 2011 (2010: 35%) noch wesentlich dynamischer und größer als beim Festnetzinternet.
  • Der Gewinner  dieser mobilen Entwicklung ist ganz eindeutig bis jetzt der US-amerikanische Technologiekonzern Apple. Apple ist es dabei gelungen, mit jeder neuen Gerätegeneration die alte zu übertreffen. Die Rekord-Verkaufszahlen des iPod wurden vom iPhone deutlich übertroffen. Aber der Tablet-Rechner iPad übertrifft sogar das rasante Wachstum des iPhones nochmals um das 3-fache,  gemessen an den abgesetzten Stückzahlen nach den ersten 8 Quartalen nach der Lancierung.
  • Ein weiterer Gewinner der mobilen Revolution ist Android, das mobile Betriebssystem von Google, das auf Millionen von mobilen Endgeräten installiert ist.
  • In den USA macht sich dieser mobile Trend inzwischen deutlich in den genutzten Endgeräten bemerkbar. Im Januar  2012 besitzen bereits 29% aller erwachsenen US-Bürger einen Tablet-PC und/oder ein E-Bookreader. Das ist eine eindrückliche Wachstumsgeschichte. So hat im April 2009 dieser Anteil erst bei lediglich 2% gelegen. Auffällig ist in den vorliegenden Zahlen der Sprung von Dezember 2011 von ca. 18% auf eben 29% zum Jahresbeginn 2012.
  • Kontinuierlich nimmt auch der Anteil des mobilen Internet-Traffic  am gesamten Datenverkehr zu. Im Dezember  2009 lag dieser Anteil erst bei 1%, ein Jahr später bereits bei 4% und im Mai 2012 hat er nun schon 10% erreicht.
  • Nicht unwesentlich für die weitere Entwicklung des mobilen Internets sind auch die wachsenden Umsätze mit Apps und mobiler Werbung. 2008 haben die Ausgaben für Apps und Werbung weltweit lediglich 0,8 Mrd. US-Dollar ausgemacht. Für 2011 belaufen sich die Schätzungen bereits auf 12 Mrd. $, womit die jährliche Wachstumsrate beeindruckende 153% beträgt. Das ist aber noch lange nicht das Ende. Setzt man die Mediennutzungszeit ins Verhältnis zu den Werbeausgaben, hat mobile Werbung allein in den USA noch ein Umsatzpotenzial von mehr als 20 Mrd. $. Mobile Internetwerbung hat in den USA erst einen 1%-Anteil am gesamten Werbekuchen. Hier führt mit 42% das Fernsehen deutlich vor Print (25%), Internet (ohne mobiles Internet) mit 22% und 11% Radiowerbung.
  • Allerdings erreichen Anzeigen im mobilen Internet 5-mal geringere Erlöse pro 1.000 Einblendungen (eCPM) als beim Festnetz-Internet. In Zahlen  ausgedrückt: 3,50 US$ für das stationäre Internet und 0,75$ für das mobile Internet.
  • Ebenfalls ein Hinweis, dass mit dem mobilen Internet ganz einfach Geld zu verdienen ist, zeigt sich auch an dem durchschnittlichen Umsatz pro User. Dieser ist im Vergleich – je nach Unternehmen – zwischen 1,7 bis 5-mal geringer als der Werbeumsatz, der mit einem Nutzer einer kabelgebundenen Internetverbindung zu verdienen ist.
  • Beim Telefon hat Mobil das Festnetz bereits lange überholt und abgehängt. Bereits im Jahr 2002  hat es weltweit mehr Abonnenten für mobile Telefontarife gegeben als Festnetzanschlüsse. Während 2006 der Höhepunkt beim Festnetztelefon mit 1,3 Mrd. Nutzern erreicht wurde, ist die Anzahl der Mobil-Telefonierer 2009 schon auf 4,8 Mrd. Abonnements angestiegen.
  • 2010 haben in den USA Zeitungen zum ersten Mal mehr Werbeeinahmen mit ihren Online-Ausgaben erzielt als mit ihren gedruckten Ausgaben.

Zusammengefasst hier noch ein paar wichtige Erkenntnisse aus diesem umfangreichen Zahlenmaterial. Das mobile Internet – inklusive mobile Endgeräte –bleibt ein Wachstumsmarkt im besten Sinne. Im direkten Vergleich mit dem Festnetz-Internet bietet es für Unternehmen sicher das größere Wachstumspotenzial, obwohl das stationäre Internet noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist. Allerdings ist die Monetarisierung des mobilen Internets bisher nicht ganz so lukrativ, wie beim stationären Internet.  Deutlich wird aber auch, dass viele ältere Formate und Technologien langsam aber sicher ihrem Ende entgegensehen. Erwähnt sei hier z.B. die Einstellung der Printausgabe der Encyclopaedia Britannica, die stellvertretend für die klassischen Medien steht. Weitere Beispiele für diesen technologischen Wandel ist die Ersetzung der Telefonzellen durch Mobiltelefone, oder die Ablösung des Desktop-PCs durch Tablet-Rechner oder andere mobile Endgeräte.  Im Bereich  der Nach- richten wandert die Berichterstattung immer öfter von Reportern klassischer Medien, wie Fernsehen oder Zeitungen, zur Nachrichtenverbreitung durch Bürger in Echtzeit über soziale Netzwerke wie Twitter. Gerade die letzte Entwicklung hat bekanntlich nicht nur ihre guten Seiten, vor allem wenn man die Informationsqualität im Auge hat.

Quelle:
Meeker, Mary: „KPCB Internet Trends 2012“; Präsentation an der D10 Conference,
30. Mai 2012, online verfügbar unter der Internetadresse http://www.scribd.com/doc/95259089/KPCB-Internet-Trends-2012

Die frühere Morgan Stanley-Analystin und jetzige Partnerin von Kleiner Perkins Caufield Byers (KPCB), Mary Meeker, hat im Rahmen der D10 Conference auch in diesem Jahr ihren Bericht zur Lage und den wichtigsten Trends des Internets präsentiert. Die D10 ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung mit den Größen der IT-Welt und wird von dem IT-Blog des Wall Street Journals, AllThingsD, organisiert. Wie gewohnt enthält dieser Bericht eine Vielzahl von Daten und Fakten. Der wichtigste Trend ist vielleicht das weitere Wachstum des mobilen Internets. Dieses steht erst am Anfang und wird in Zukunft dazu führen, dass wir in den Industrieländern mit allgegenwärtigen, mobien Breitbandverbindungen versorgt sein werden. Für den Konsumenten erfreuliche Begleiterscheinung ist ein Rückgang bei den Preisen für mobile Endgeräte und beim Internetzugang.

Nachfolgend einige wichtige Auszüge und Aussagen aus den umfangreichen Internet-Statistiken:

  • Das globale Wachstum bei den Internetusern 2011 lässt gegenüber 2010 zwar spürbar nach, ist aber trotzdem noch stabil. Neue Userzuwächse  gibt es in aber erster Linie in den Schwellenländern.  China hat nicht nur die weltweit meisten Internetuser (513 Mio.), sondern im Zeitraum 2008 bis 2011 auch die meisten neuen Internetnutzer (+215 Mio. User) hinzugewonnen.  Allein 2011 haben zusätzliche 54 Millionen Chinesen einen Internetzugang erhalten und nutzen können. Dahinter folgen Indien (gesamt 121 Mio. User, 2008 bis 2011: +69 Mio. User), Indonesien  (gesamt 55. Mio. User, 2008-2011: +37 Mio. Nutzer), Philippinen, Nigeria, Mexiko, Russland, USA, Iran und die Türkei. Weltweit beträgt die Zunahme bei den Internetnutzern 2011 8%. Insgesamt gibt es global 2,25 Mrd. Internetuser, was bedeutet…


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