Fallstudie zu QR-Codes

Ausgabe 10/2013



Informationseinrichtungen, wie Bibliotheken und Museen, setzen verstärkt mobile Technologien ein, um ihren Besuchern bessere und zeitgemäßere Dienste anbieten zu können. Zu diesen neuen Mobiltechnologien zählen auch die sehr beliebten QR-Codes (englisch für „Quick Response“– deutsch „schnelle Antwort“). Allerdings gibt es bisher nur wenige Informationen, wie diese QR-Codes von Bibliotheksbenutzern angenommen und genutzt werden. Nur wenn solche Erkenntnisse vorliegen, ist es möglich, die erfolgreiche Einführung der QR-Codes in einem Bibliotheksumfeld zielgerichtet und erfolgreich umzusetzen. In diesem Beitrag wird eine Fallstudie vorgestellt, die die Einstellungen von Bibliotheksmitarbeitern und Benutzern an der Ryerson Universitätsbibliothek sowie dem Museum of Inuit Art in Toronto, Kanada, untersucht. Neben der Beobachtung von Besuchern in den Institutionen wurden auch vertiefende Interviews mit Mitarbeitern und Nutzern geführt, um Daten zu Nutzung, Wissen, Reaktionen und Erwartungen bezüglich der QR-Codes zu erhalten.
Ohne Zweifel haben sich kabellose Technologien und Geräte, und hier besondere das Mobiltelefon, praktisch flächendeckend in Beruf und Freizeit durchgesetzt. So besitzen 85% der US-Amerikaner inzwischen ein Handy und 45% ein Smartphone. Die Entwicklung in Kanada bewegt sich dabei auf einem ähnlichen Niveau wie in den USA. Eine beliebte Anwendung für solche Mobiltelefone ist die Nutzung von QR-Codes. Mit diesen zweidimensionalen Strichcodes können mittels der Kamera eines mobilen Endgeräts die in diesem zweidimensionalen Barcode enthaltenen Informationen gescannt, gespeichert und weiterverarbeitet werden. Weiterhin wird eine Reader-Software benötigt sowie in den meisten Fällen auch ein Internet-Zugang. Der User erhält dadurch Zugriff auf eine breite Palette an Informationen wie Textinformationen, Telefonnummern oder auch weiterführende Links (URLs). Obwohl die QR-Codes schon 1994 entwickelt worden sind, hat sich die Nutzung dieser Barcodes in der kanadischen Bevölkerung erst in den letzten Jahren stärker durchgesetzt. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmen comScore hat ergeben, dass 16,1% der kanadischen Smartphone-Besitzer QR-Codes verwenden Zum Vergleich: In den USA liegt dieser Wert bei 20,1% und in Deutschland bei 18,6%.

Mit der vorliegenden Studie sollen folgende Fragen beantwortet werden:

Inwieweit sind QR-Codes für einen Einsatz in Bibliotheken und Museen geeignet?
Wie reagieren die Besucher dieser Einrichtungen auf die QR-Codes?
Welche Erwartungen haben die Benutzer bezüglich des Einsatzes solcher QR-Codes in diesen Institutionen?
Warum nutzen Bibliotheken und Museen QR-Codes?
Die Ryerson University und das Museum of Inuit Art bieten an verschiedenen Stellen in …

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